"Wir müssen das Lernen und Entlernen üben"
"Wir müssen das Lernen und Entlernen üben"
Trendforscher Peter Wippermann über das Arbeiten in der Zukunft
Arbeitsstab Forum Bildung
in der Geschäftsstelle der
Bund-Länder-Kommission für
Bildungsplanung und Forschungsförderung
Pressemitteilung 28/2001
Bonn, 25. Oktober 2001
"Wir müssen das Lernen und Entlernen üben"
Trendforscher Peter Wippermann über das Arbeiten in der Zukunft
Arbeitnehmer von morgen sind Unternehmer in eigener Sache, die immer wieder neu entscheiden, wo, wann und was sie arbeiten - Trendforscher Peter Wippermann über die Arbeit im Informationszeitalter. Das komplette Interview können Sie unter http://www.forumbildung.de lesen.
Die Verfallszeit von Fachwissen wird immer kürzer. Deshalb müssen Menschen nicht nur das Lernen, sondern auch das "Entlernen" üben. "Wir müssen in der Lage sein, das Wissen, das gerade noch nützlich erschien, aufzugeben, um etwas Neues zu lernen", erklärt Prof. Peter Wippermann vom Trendbüro in Hamburg. Aus diesem Grund und weil "Innovationen immer aus der Gemeinschaft entstehen" befinden sich die Soft Skills, also Teamfähigkeit und soziale Kompetenz, bei Personalchefs ganz oben auf der Checkliste für Bewerber.
Der Arbeitnehmer von morgen ist nach Ansicht von Peter Wippermann eine "Ich-AG". Der Unternehmer in eigener Sache ist flexibel und entscheidet immer wieder neu, wo, wann und was er arbeitet. "Heute sind wir nicht mehr lebenslange Arbeitnehmer, sondern wir sind Lebensunternehmer", sagt Wippermann. Neu an der "Ich-AG" ist auch, dass jedes Mitglied dieser Spezies sowohl Freizeit als auch Beruf unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet - eine persönliche Bilanzierung von Aufwand und Nutzen. Peter Wippermann ist überzeugt, dass die wichtigste Aufgabe des Einzelnen künftig darin besteht, für sich selbst die richtige Mischung aus Arbeit und Freizeit zu finden - die so genannte "work-life-balance". Doch der Zukunftsforscher warnt auch vor den Schattenseiten der grenzenlosen Mobilität. Die Jobnomaden klagen schon heute über Stress und den Verlust von sozialen Kontakten. Auch der Nomade des Informationszeitalters ist nicht grenzenlos flexibel und braucht soziale Sicherheit. Doch der Garant für soziale Absicherung, der Staat, will eben auch flexibler werden und sich auf das Nötigste beschränken. Für den Einzelnen würde das bedeuten, so Wippermann, dass "wir unsere selbstverständlichen Bedürfnisse selbst konstruieren müssen. Das bedeutet zusätzliche Arbeit. Und das macht wieder Stress".
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