Erdbeben auf Briefmarke! Ehrung für Geophysiker Wiechert
Aus den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs Hartmut Koschyk, MdB, vom Bundesministeriums für Finanzen (BMF) erhielten heute der Präsident der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG) e.V. und weitere Vertreter die Sondermarke der Deutschen Post anlässlich des 150. Geburtstags des Göttinger Erdbebenforschers und Geophysikers Emil Wiechert überreicht. An der Veranstaltung der DGG, die in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin stattfand, nahmen rund geladene 100 Gäste teil.
Emil Wiechert war im Jahr 1898 in Göttingen auf den weltweit ersten Lehrstuhl für Geophysik berufen worden. Damit begründete er dieses in der Folge schnell wachsende Fachgebiet, dessen führender Repräsentant er bis zu seinem Tod im Jahr 1928 blieb. Wiechert war Mitbegründer mehrerer nationaler und internationaler Wissenschaftsgesellschaften, so auch der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG). In Göttingen errichtete er eine Erdbebenwarte, deren Seismographen bis heute als Wissenschaftsdenkmal in Betrieb sind.
Das Motiv der vom Frankfurter Grafiker Carsten Wolff entworfenen Briefmarke zeigt neben einem Porträt Emil Wiecherts die Seismographen-Aufzeichnung des großen San-Francisco-Erdbebens vom 21. April 1906 aus der Göttinger Erdbebenwarte.
Ab dem 10. November 2011 ist die Sondermarke auch in den Verkaufsstellen der Deutschen Post erhältlich.
Erstmalig im Mai 2008 hatte sich die DGG beim BMF für eine Sondermarke eingesetzt. Dieser Antrag wurde von weiteren Organisationen und Einzelpersonen unterstützt.
Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V. (DGG) vertritt über 1.100 Mitglieder in mehr als 30 Ländern weltweit. Ihre Ziele sind die Verbreitung und Erweiterung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre, Anwendung und Öffentlichkeit.
Kontakt: Prof. Dr. Eiko Räkers, 0201 / 172 20 05
Dr. Alexander Rudloff, 0162 / 107 11 57; 0331 / 288 10 69
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