Europäisches Qualitätssiegel für Informatik
Die Qualität der Lehre im Bachelorprogramm der Fakultät für Informatik der Freien Universität Bozen hat das Qualitätssiegel EQANIE erhalten. Bei EQANIE handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation, welche die Qualität der Studiengänge im Bereich der Informatik prüft, und dies in ganz Europa. „Diese Akkreditierung wird von den größten Informatikvereinigungen der verschiedenen Ländern getragen“, erläutert der Prodekan für Lehre an der Südtiroler Fakultät, Prof. Johann Gamper. „Für uns eine wichtige Anerkennung unserer Arbeit.”
EQANIE steht für European Quality Assurance Network for Informatics Education, also das Netzwerk für die Qualitätssicherung in der informatischen Ausbildung. Gegründet 2009 in Düsseldorf hat es sich die Vereinigung zum Ziel gesetzt, in allen europäischen Ländern eine konstant hohe Qualität in der universitären Ausbildung zu sichern. Ihr Qualitätslabel Euro-Inf Quality Label hat die Vereinigung vor kurzem dem Bachelor in Informatik und Informatik-Ingenieurswesen der Fakultät für Informatik verliehen. Damit zählt die Freie Universität Bozen neben der Universität Mailand zu den einzigen italienischen Informatikfakultäten, die dieses Qualitätssiegel in der Lehre erhalten haben.
Bei dem strengen und sehr detaillierten Akkreditierungsprozess kontrolliert EQANIE, ob und in welcher Form das Programm den Ansprüchen der Stakeholder entspricht, es wird die Organisation der Lehrveranstaltungen im Jahresverlauf geprüft, ebenso die Betreuung der Studierenden, die zur Verfügung stehenden Mittel für die Lehre und die Effizienz und Transparenz in den Entscheidungsprozessen der universitären Führungsspitze. Es geht um eine sehr tiefgehende Prüfung, die auch die Qualitätskontrollen von Seiten des Bildungsministeriums mit einbezieht: AVA (Autovalutazione, Valutazione periodica, Accreditamento) von Seiten des ANVUR (Agenzia Nazionale di Valutazione del Sistema Universitario e della Ricerca).
„Die Qualität der Lehre hat in unserer Fakultät eine hohe Priorität. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass man sich regelmäßig von externen Institutionen evaluieren lässt. Das zwingt uns, die eigene Performance zu reflektieren und zeigt auch auf, wo man sich weiter verbessern kann“, so Prof. Johann Gamper. „Die Akkreditierung einer europäischen Institution sind wir zum ersten Mal durchlaufen; wir sehen das als wertvolle Ergänzung zur Akkreditierung auf nationaler Ebene.“
Das europäische Akkreditierungssystem EQANIE wird von den wichtigsten Informatikvereinigungen Europas gefördert, darunter die ital. Vereinigung GRIN (Gruppo di Informatica), die für Forscher und Professoren Forschungs- und Lehrprogramme organisiert, die British Computer Society, die europäische Vereinigung der Forschungszentren Informatics Europe und die deutsche Gesellschaft für Informatik.
Die Fakultät für Informatik bietet Bachelor-, Master und Doktoratsprogramme an, die aufgrund hervorragenden Jobaussichten und dem engen Betreuungsverhältnis punkten. Neben dem von EQANIE akkreditierten Bachelorprogramm in Informatik und Informatik-Ingenieurswesen bietet die Fakultät das international ausgerichtete Masterprogramm European Master's Program in Computational Logic (EMCL), das ein Studienjahr in Bozen und eines an einer Partneruniversität vorsieht. Aufgrund dieser Ausrichtung zieht das Programm viele internationale Studierende an. Bewerben kann man sich online noch bis zum 24. Juli.
Weitere Informationen:
http://www.unibz.it
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