Netzwerk Mechatronik im Landkreis Diepholz gegründet
Auf Initiative der Wirtschaftsförderung des Landkreises Diepholz wurde ein regionales Netzwerk "Mechatronik" gegründet. Aktuell verlaufen Entwicklungsprozesse im deutschen Maschinenbau immer noch eher traditionell, d. h. softwaretechnische oder elektrotechnische Komponenten werden erst im nachgeordneten Schritt integriert, dadurch steigen Entwicklungskosten und die Wettbewerbsfähigkeit sinkt. Unternehmen sollten jetzt damit beginnen, verstärkt Mechatroniker auszubilden, als Facharbeiter oder als Ingenieur. Innerhalb des regionalen Netzwerkes "Mechatronik" sollen künftige Wege in der Aus- und Weiterbildung für die neuen Herausforderungen in den Entwicklungsprozessen identifiziert werden.
Vor rund 30 Vertretern aus regionalen Unternehmen fand die Auftaktveranstaltung zur Gründung des Netzwerkes "Mechatronik" im Landkreis Diepholz statt. Landrat Bockhop betonte in seinen Grußworten, dass die Mechatronik zu den wichtigsten Fachgebieten gehöre und viele Werkzeugmaschinen oder Produktionsanlagen in der Automobilbranche ohne die Mechatronik nicht realisierbar wären.
Prof. Dr.-Ing. Markus Kemper, Leiter des Studienbereichs Elektrotechnik und Mechatronik an der PHWT, stellte in seinen Ausführungen die Mechatronik als verbindendes Glied zwischen den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik heraus. Mit ihrer Hilfe könnten mechanische Systeme zu intelligenten Maschinen umgebaut werden. Er warb für das Duale Studium Mechatronik ab dem Jahr 2017 am Standort der PHWT in Diepholz.
Aktuell verlaufen Entwicklungsprozesse im deutschen Maschinenbau immer noch eher traditionell, d. h. softwaretechnische oder elektrotechnische Komponenten werden erst in einem nachgeordneten Schritt integriert. Im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist eine schnelle Marktreife neuer Produkte bei gleichzeitig geringen Entwicklungskosten jedoch essentiell: Dies kann mit den Methoden der Mechatronik gewährleistet werden – daher wird die Mechatronik auch häufig als der „Maschinenbau der Zukunft“ bezeichnet. Prof. Kemper stellte heraus, dass die Unternehmen jetzt beginnen müssen, verstärkt Mechatroniker auszubilden; sei es als Facharbeiter oder als Ingenieur. Es werden in nächster Zukunft vermehrt technische Generalisten benötigt, die die Komplementärdisziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik miteinander verbinden können. Mechatroniker beherrschen die Grundlagen aller Disziplinen und können sich mit diesem Rüstzeug in jedem dieser Bereiche selbstständig spezialisieren.
Zusätzlich seien sie nach den Unfallverhütungsvorschriften automatisch Elektrofachkräfte.
Diesbezüglich hob er die Vorzüge des Dualen Studiums an der PHWT hervor und warb für Kooperationen innerhalb des gegründeten Netzwerkes.
Ansprechpartner: Prof. Dr-Ing. Markus Kemper, kemper@phwt.de, 0441/34092119
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