Oliver Ibert wird neuer Direktor des IRS und Professor an der BTU Cottbus-Senftenberg
Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner bekommt einen neuen Direktor. Die brandenburgische Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch ernannte heute in Potsdam den Wirtschaftsgeographen Prof. Dr. Oliver Ibert zum Professor für Raumbezogene Transformations- und Sozialforschung an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg. Die Berufung erfolgte gemeinsam durch BTU und IRS und schließt die Leitung des IRS ein. Ibert tritt seinen Dienst am 1. Juli 2019 an.
Seit die langjährige IRS-Direktorin Prof. Dr. Heiderose Kilper im Oktober 2018 in den Ruhestand gegangen war, wurde das IRS kommissarisch geführt, zunächst von Prof. Dr. Gabriela Christmann, Leiterin der IRS-Forschungsabteilung „Kommunikations- und Wissensdynamiken im Raum“ und ab April dieses Jahres von Prof. Dr. Christoph Bernhardt, Leiter der Historischen Forschungsstelle des IRS. Am 29. Mai 2019 bestellte das Kuratorium des IRS Oliver Ibert zum neuen Institutsdirektor. Seine heutige Ernennung zum Professor in Cottbus schloss das gemeinsame Berufungsverfahren ab, das mit der Ausschreibung der Position im Oktober 2017 begonnen hatte.
Oliver Ibert hatte von 2009 an bis zu seiner Berufung in Cottbus die Professur für Wirtschaftsgeographie an der Freien Universität (FU) Berlin inne. Er leitet außerdem seit 2009 die Forschungsabteilung „Dynamiken von Wirtschaftsräumen“ des IRS und wird diese Funktion auch weiterhin wahrnehmen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der raumbezogenen Innovations- und Kreativitätsforschung, sozialwissenschaftlicher Krisen- und Resilienzforschung, sowie der Forschung zu Prozessen der ökonomischen Wertkreation.
„Das IRS hat sich in der Amtszeit von Heiderose Kilper zu einem international renommierten, exzellenzorientierten Forschungsinstitut entwickelt, was zuletzt durch die erfolgreiche Evaluierung 2017 bestätigt wurde. Ich werde jetzt auf diesem Weg weitergehen und eigene Akzente setzen. Ich freue mich auf diese herausfordernde Aufgabe und danke für das Vertrauen und die Unterstützung, die mir entgegengebracht werden“, sagt Ibert.
Oliver Ibert studierte von 1991 bis 1997 die Fächer Geographie, Germanistik und Politikwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. An der Universität Oldenburg schloss er 2002 auch seine Promotion zum Dr. rer. pol. mit dem Thema „Innovationsorientierte Planung" ab. 2009 erfolgte die Habilitation mit einer Arbeit zum Thema „Lerndynamiken: Eine relationale Wirtschaftsgeographie von Wissenspraktiken und Innovationsprozessen" an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.
Von 1998 bis 2002 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Stadtforschung am Institut für Soziologie an der Universität Oldenburg tätig. Von 2002 bis 2009 arbeitete Oliver Ibert im Arbeitsbereich Sozioökonomie des Raumes am Geographischen Institut der Universität Bonn, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als akademischer Rat (a. Z.). Im Sommer 2014 war Oliver Ibert für fünf Wochen Visiting Professor am Department of Political Sciences an der University of Toronto und im Herbst 2018 für drei Wochen Halsworth Visiting Professor an der University of Manchester. Er ist Mitglied im Herausgeberbeirat von Palgrave Communications und fungiert als Sprecher der Projektgruppe “Experten in Krisen” im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbundes “Krisen einer globalisierten Welt”.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Oliver Ibert
Tel: 03362/793-150
Mail: oliver.ibert@leibniz-irs.de
Weitere Informationen:
https://leibniz-irs.de/personen-karriere/mitarbeiterinnen/person/oliver-ibert-0318/
Die semantisch ähnlichsten Pressemitteilungen im idw
