Martin und Bundesforschungsminister Özdemir in Wismar und Rostock
Am Dienstag (18. Februar) besuchte Wissenschaftsministerin Bettina Martin gemeinsam mit
Bundesforschungsminister Cem Özdemir, die tmks-Werft in Wismar, wo der Vertrag zum Bau des Forschungsschiffes „Polarstern II“ von tkms-CEO, Oliver Burkhard, und der Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Dr. Antje Boetius, feierlich unterzeichnet wurde.
Am Dienstag (18. Februar) besuchte Wissenschaftsministerin Bettina Martin gemeinsam mit Bundesforschungsminister Cem Özdemir, die tmks-Werft in Wismar, wo der Vertrag zum Bau des Forschungsschiffes „Polarstern II“ von tkms-CEO, Oliver Burkhard ,und der
Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), Dr. Antje Boetius, feierlich unterzeichnet wurde.
Das neue Flaggschiff der deutschen Forschungsflotte für die Klimaforschung soll bis 2030 in Wismar fertiggestellt und nach Bremen ausgeliefert werden. Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,185 Mrd. Euro.
Die neue Polarstern soll essentielle Erkenntnisse in der Erforschung der Folgen des Klimawandels für das Polarmeer und unseren Planeten liefern. Es wird einer der
umweltfreundlichsten Eisbrecher der Welt sein und auch in Zukunft Polar- und Meeresforschung auf höchstem wissenschaftlichem und technischem Niveau ermöglichen.
Mit einer Länge von ca. 160 Metern, einer Breite von 27 Metern und einer Höhe von 14 Metern wird die neue Polarstern pro Fahrt 60 bis 90 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern aus der ganzen Welt sowie 50 Crewmitgliedern die Möglichkeit geben, insbesondere aus den Polarregionen entscheidende Erkenntnisse zu den
Wirkungen des Klimawandels, zu Funktionen der polaren Lebensgemeinschaften sowie zum Umweltschutz zu gewinnen. Für die interdisziplinäre Erdsystemforschung sind
Labore und Werkzeuge für die verschiedensten Fachgemeinschaften eingeplant: von der Geologie und Geophysik über die Biologie und Ozeanographie bis hin zur Meereis- und Atmosphärenforschung. Die neue Polarstern wird an mehr als 300 Tagen pro Jahr auf See unter sich verändernden Eis- und Witterungsbedingungen einsetzbar sein.
Wissenschaftsministerin Bettina Martin brachte die Freude der Landesregierung über dieses bedeutende Projekt zum Ausdruck: „Für die Landesregierung ist es ein großer Grund zur Freude, dass ein für die Klimaforschung so bedeutendes Schiffbauprojekt in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wird. Mecklenburg-Vorpommern ist stark in der
Klimaforschung. Wir sind als einziges Bundesland selbst Eigner von zwei Schiffen der Deutschen Forschungsflotte. So ist es auch wissenschaftspolitisch für uns von großer
Bedeutung, dass die Polarstern II realisiert werden kann. Dass dies am Werftenstandort in Wismar erfolgt, ist umso erfreulicher. Denn geht es der Werft gut, geht es Wismar gut
– so könnte man es zusammenfassen. Die Wirtschaftskraft, die von erfolgreichem Schiffbau in Wismar ausgeht, strahlt in die ganze Region, belebt das Geschäft der Zulieferer, Handwerksbetriebe, den Wohnungsmarkt und natürlich auch die Nachfrage im Einzelhandel. Für Wismar bedeutet der Bau der Polarstern und die Planung von Projekten im militärischem Schiffbau eine lange andauernde Standortsicherheit, einen Zustrom neuer Fachkräfte, neue Ausbildungsplätze und Zukunftsperspektiven“, so Martin.
„Smart Farming“ in Rostock
Am Nachmittag besuchten Bundesminister Özdemir und Ministerin Martin das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Rostock. Dort stellte Standortleiter Prof. Uwe Freiherr von Lukas die Arbeit am Standort Rostock vor, der eng mit dem
Forschungsstandort an Universität Greifswald zusammenarbeitet, wo am 13. Februar 2025 das Projektbüro feierlich eröffnet wurde.
Im Fokus des Rundganges standen digitale Technologien, die eine nachhaltige und Ressourcen schonende Landwirtschaft fördern – das so genannte „Smart Farming“.
Vom Einsatz von Drohnen über Künstliche Intelligenz zur Datenverarbeitung und neue Anbauwege wird hier an der Zukunft einer modernen Landwirtschaft geforscht, die sich
immer größeren Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt sieht.
Dabei profitiert der Forschungsstandort auch von der Nähe zum ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern, in dem in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft geforscht und Technologien erprobt werden können.
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