Zwischen Regulierung, Freiheit und Resilienz: Leopoldina-Workshop zur Entbürokratisierung des Wissenschaftssystems
Das deutsche Wissenschaftssystem steht vor vielen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Während zunehmende Regulierungen und Dokumentationspflichten die Verwaltung erschweren, müssen Institute und Hochschulen mit weniger Finanzierung und der Sorge um den Schutz der Wissenschaftsfreiheit umgehen. Im Februar 2025 hat das Leopoldina-Diskussionspapier „Mehr Freiheit – weniger Regulierung“ Vorschläge zur Entbürokratisierung des Wissenschaftssystems unterbreitet. In einem Workshop am Dienstag, 24. Februar in Berlin diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik den Zwischenstand der aktuellen Bemühungen um weniger Bürokratie sowie mehr Resilienz.
Leopoldina-Workshop
„Auf dem Weg zur Entbürokratisierung der Wissenschaft? Eine Zwischenbilanz“
Dienstag, 24. Februar 2026, 10:00 bis 16:00 Uhr
silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Während des ganztägigen Workshops thematisieren drei Panels u. a. Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Wissenschaftseinrichtungen. Diese behandeln zudem das richtige Gleichgewicht zwischen den Hauptaufgaben und der eigenen Profilbildung sowie die Frage, wie das deutsche Wissenschaftssystem widerstandsfähig und unabhängig bleiben kann. Ziel ist, eine Zwischenbilanz zu den bisherigen Anstrengungen zur Entbürokratisierung zu ziehen sowie neue Bedarfe und Lösungsansätze herauszuarbeiten. Am Workshop beteiligen sich neben Leopoldina-Präsidentin Prof. Dr. Bettina Rockenbach u. a. auch Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Sabine Helling-Moegen, Geschäftsführerin der Helmholtz-Gemeinschaft, und Sandra Magens, Kanzlerin der Universität Lübeck und Vorständin des Vereins der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands.
Zum Leopoldina-Diskussionspapier „Mehr Freiheit – weniger Regulierung. Vorschläge für die Entbürokratisierung des Wissenschaftssystems“ (2025): https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/publikationen/detail/mehr-freiheit-weniger-regulierung-vorschlaege-fuer-die-entbuerokratisierung-des-wissenschaftssystems-2025
Der Workshop findet mit Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung statt. Er richtet sich an alle Interessierten, der Eintritt ist frei. Zum vollständigen Programm und zum Link zur erforderlichen Anmeldung: https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/veranstaltungen/detail/auf-dem-weg-zur-entbuerokratisierung-der-wissenschaft-eine-zwischenbilanz
Journalistinnen oder Journalisten, die an den Veranstaltungen teilnehmen möchten, melden sich bitte per E-Mail unter presse@leopoldina.org an.
Medienkontakt:
Sonja Kastilan
Leiterin der Abteilung Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 (0)345 472 39-800
E-Mail: presse@leopoldina.org
Über die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina:
Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In diesen Veröffentlichungen werden Handlungsoptionen aufgezeigt, zu entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik. Die Expertinnen und Experten, die Stellungnahmen verfassen, arbeiten ehrenamtlich und ergebnisoffen. Die Leopoldina vertritt die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der wissenschaftsbasierten Beratung der jährlichen G7- und G20-Gipfel. Sie hat rund 1.700 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und vereinigt Expertise aus nahezu allen Forschungsbereichen. Sie wurde 1652 gegründet und 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Die Leopoldina ist als unabhängige Wissenschaftsakademie dem Gemeinwohl verpflichtet
Weitere Informationen:
https://www.leopoldina.org/
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