Wissenschaftliche Exzellenz vereint mit Unternehmergeist
Wenn Investorinnen und Investoren, Start‑ups und Forschende zusammenkommen, entstehen Räume, in denen wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in die Anwendung und wirtschaftlichen Erfolg finden können. Einen solchen Rahmen bot der Business‑Angel‑Matching‑Abend der Initiative BANSON e. V., der am 10. Februar 2026 gemeinsam mit dem Kompetenznetz Industrielle Plasma-Oberflächentechnik INPLAS e.V. im Fraunhofer‑Institut für Schicht‑ und Oberflächentechnik IST stattfand. Neben fünf ausgewählten Start‑ups präsentierten sich auch zwei Ausgründungen des Fraunhofer IST und nutzten die Gelegenheit, ihre Technologien und Entwicklungsperspektiven vorzustellen.
Bei Rundgängen durch die Labore und Technika des Fraunhofer IST konnten die Teilnehmenden erleben, wo zukünftige Innovationen entstehen und wie eng anwendungsnahe Forschung und potenzielle Unternehmensgründungen am Institut miteinander verbunden sind.
»Ausgründungen sind für uns ein wichtiger Transferpfad«, erklärt Prof. Dr. Christoph Herrmann, Institutsleiter des Fraunhofer IST und Professor an der TU Braunschweig, er betont: »Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse gezielt in wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendungen zu überführen und Gründungsteams frühzeitig zu unterstützen. Die enge Einbindung des Fraunhofer IST in das regionale Netzwerk ist dabei zentral für erfolgreiche Ausgründungen.«
Dass das regionale Umfeld hierfür die Voraussetzungen bietet, zeigte nicht nur dieser Abend. Mit Initiativen der Wirtschaftsförderung, Gründungsnetzwerken, Inkubatoren und verschiedensten anderen Formaten engagiert sich die Stadt Braunschweig sowie die TU Braunschweig, um für Gründerinnen und Gründer ein attraktives regionales Ökosystem zu schaffen, das von der hohen Forschungsdichte der Region profitiert.
Als Teil dieses regionalen Ökosystems ist das Fraunhofer IST wissenschaftlich insbesondere mit der Technischen Universität Braunschweig verbunden, deren Transferstrategie »Transfer and Innovation Ecosystems TIES« Forschung, Lehre und Gründungskultur systematisch verzahnt und Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenführt. Diese Verbindung schafft für Forschende und Gründungsinteressierte optimale Bedingungen für neue Ideen und die Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle.
Die beiden Ausgründungen des Fraunhofer IST zeigten an dem Abend exemplarisch, wie vielfältig die Transferwege aus der angewandten Forschung sein können:
S Mile Solutions (Smart Last Mile Solutions) entwickelt infrastrukturbasierte Ansätze für die »letzte Meile« in abgelegenen Regionen Subsahara-Afrikas. Ziel ist es, die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern, von der Versorgung mit sauberem Wasser und Strom über Hygienemaßnahmen bis hin zu medizinischer Grundversorgung inklusive Telemedizin.
Integrated Nanotech arbeitet an der sicheren Handhabung und Transport von Wasserstoff. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IST entwickelt das Spin-off Systeme zur Detektion von Wasserstofflecks, um Sicherheit und Effizienz in wasserstoffbasierten Transportsystemen zu erhöhen.
Beide Unternehmen präsentierten sich neben den weiteren ausgewählten Start‑ups und nutzten den Abend, um ihr Netzwerk zu erweitern, Kontakte zu Investorinnen und Investoren zu knüpfen und unmittelbares Feedback aus der Praxis zu erhalten.
Für das Fraunhofer IST war die Veranstaltung ein weiterer Schritt, um den Transferpfad Ausgründungen strategisch auszubauen, Gründungsteams strukturiert zu begleiten und die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern zu intensivieren. Der Matching‑Abend zeigte, wie eng sich Forschung, Gründungsdynamik und regionale Initiativen in Braunschweig verzahnen und welche Potenziale daraus für die Zukunft entstehen.
Weitere Informationen:
https://www.ist.fraunhofer.de/de/presse-publikationen/2026/wissenschaftliche-exzellenz-vereint-mit-unternehmergeist.html?utm_campaign=bama-i
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