Vier Jahre Krieg gegen die Ukraine: MWS stärkt mit dem Forschungszentrum Ukraine wissenschaftliche Infrastruktur vor Ort
Trotz des andauernden russischen Angriffskriegs bleibt die Max Weber Stiftung (MWS) in der Ukraine präsent. Ihr seit April 2025 bestehendes Forschungszentrum in Lviv arbeitet auf Hochtouren und entwickelt sich zu einem Magneten, der wissenschaftliche Kooperationen aus nah und fern anzieht.
Am 24. Februar 2026 jährt sich der russische Überfall auf die Ukraine zum vierten Mal. Dass das Land der Totalinvasion bis heute standhält, grenzt an ein Wunder. Ermöglicht wird es nicht nur durch militärische Mittel. Auch Kultur und Wissenschaft sind wichtige Ressourcen von Resilienz und Widerstand. Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit des MWS-Forschungszentrums in Lviv ein Zeichen aktiver Solidarität mit einem in seiner historischen und gegenwärtigen Existenz akut gefährdeten Land. Indem es eine dauerhafte Infrastruktur für wissenschaftliche Forschung und Nachwuchsförderung bereitstellt, fördert es den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen aus der Ukraine, Deutschland und Europa.
Historikerin Iryna Klymenko leitet das Zentrum und betont die Bedeutung eines langfristigen Engagements: „Unser institutioneller Einsatz vor Ort darf nicht als humanitäre Hilfe in Zeiten des Krieges missverstanden werden. Die Ukraine hat sich für eine demokratische gesellschaftliche Verfasstheit entschieden, was in direktem Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg steht. Auch für die Wissenschaftsfreiheit wird aktuell mit Leben bezahlt. Wenn Deutschland und Europa ihre Gegenwart und ihre Zukunft ebenfalls demokratisch denken, ist die Ukraine ein Ort, an dem nachhaltige Infrastrukturen aufgebaut werden sollten, die eine paritätische Zusammenarbeit ermöglichen und von denen Deutschland wie auch Europa wissenschaftlich und wissenschaftspolitisch profitieren werden.“
Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Sie unterhält dafür weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. www.maxweberstiftung.de
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Iryna Klymenko
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