Korrektur Policy Brief: Wälder helfen im Klimaschutz vor allem als naturnahe Ökosysteme
Eine korrigierte Fassung des Policy Brief zur Bedeutung alter Wälder für den Klimaschutz stellt die Naturwald Akademie auf ihrer Webseite zur Verfügung. Ein Rechenfehler in den Zuwachswerten der Altersklassen hatte sich in die erste Fassung des Policy Brief vom 17. Februar 2026 eingenistet. Die Naturwald Akademie hat nachgerechnet und den Fehler korrigiert, der jedoch nichts an den Aussagen zu den Relationen von CO₂-Speicher- und Senkenleistung ändert.
Die CO₂-Senkenleistung der Wälder geht zurück, ihr Beitrag zum Klimaschutz sinkt. Europaweit hat sich die CO₂-Aufnahme von Wäldern und anderen Ökosystemen in den vergangenen zehn Jahren um nahezu ein Drittel verringert. Alte Wälder durch Aufforstungen zu ersetzen, wird den Klimaschutz nicht voranbringen. „Alte Wälder enthalten zwei- bis dreimal mehr Kohlenstoff als junge Bestände“, sagt Dr. Torsten Welle, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Naturwald Akademie Lübeck.
Junge Wälder können den Beitrag alter Wälder zum Klimaschutz nicht ausgleichen
„Alte Wälder sind keine überalterten Systeme, sondern dynamische, sich selbst regulierende Ökosysteme mit hoher struktureller Stabilität“, sagt Welle. Er hat den Stand der wissenschaftlichen Forschung in einem Policy Brief der Naturwald Akademie zusammengefasst und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Politik und Forstpraxis ab. Zugleich räumt er mit dem Narrativ auf, dass junge Bäume und aufgeforstete Wälder als Ersatz für alte Wälder die Kohlenstoffspeicher ersetzen könnten. Das Gegenteil ist der Fall, wie die wissenschaftlichen Studien zeigen.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Torsten Welle
Naturwald Akademie gGmbH
Roeckstraße 40
23568 Lübeck
Telefon 0451 - 30 50 29 53
Weitere Informationen:
https://naturwald-akademie.org/site/wp-content/uploads/2026/02/Alte-Waelder-sind-Klimaschutz_Policy-Brief-Naturwald-Akademie-27-Februar.pdf
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