Kick-off der Textilfabrik 7.0: Start für klimafreundliche Textilproduktion in Deutschland
Mit der Textilfabrik 7.0 (T7) entsteht im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein Transformationsprojekt für eine klimafreundliche, zirkuläre und wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland. Der offizielle Kick-off findet am 19. März im Rahmen des „Thementisch Textil“ statt. Forschung, Industrie und regionale Akteure erproben in einem Textil-Reallabor innovative Technologien wie On-Demand-Fertigung, digitale Prozessketten und biotechnologische Verfahren. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden und neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung im Rheinischen Revier zu schaffen.
Mit der Textilfabrik 7.0 (T7) startet im Monforts-Quartier in Mönchengladbach ein zukunftsweisendes Transformationsprojekt für die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. Ziel ist es, eine CO₂-neutrale, zirkuläre und zugleich wirtschaftlich tragfähige Textilproduktion in Deutschland anwendungsnah weiterzuentwickeln und umzusetzen. Der offizielle Kick-off findet am 19. März im Rahmen des „Thementisch Textil“ statt und richtet sich insbesondere an Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette.
Die Mode- und Textilindustrie verursacht weltweit rund zehn Prozent der CO₂-Emissionen – mehr als internationale Luftfahrt und Schifffahrt zusammen. Gleichzeitig stehen Unternehmen in Deutschland unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Die Textilfabrik 7.0 setzt genau hier an: Sie verbindet Forschung, Industrie und regionale Akteure, um innovative Technologien und Produktionsprozesse praxisnah zu erproben und schneller in die Anwendung zu bringen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammenzudenken und eine lokal verankerte, klimafreundliche Produktion zu ermöglichen.
Im Zentrum der T7 stehen vier Kernmodule: On-Demand-Fertigung, MicroFactory Engineering, Digital Textiles und Biosphere. In einem funktionsfähigen Textil-Reallabor werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette neue Technologien entwickelt, getestet und optimiert. Dabei kommen unter anderem Robotik, digitale Prozessketten und biotechnologische Verfahren zum Einsatz, um Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen und Ressourcen effizienter zu nutzen.
Unternehmen profitieren unmittelbar von dem praxisnahen Ansatz: Sie können sich als Pilotpartner beteiligen, eigene Anwendungsfälle einbringen und neue Produktionslösungen unter realen Bedingungen erproben. „Mit der Textilfabrik 7.0 schaffen wir eine Plattform, auf der Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen für eine klimafreundliche Produktion voranzutreiben können. Unser Anspruch ist es, Innovationen schneller in die industrielle Anwendung zu bringen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland nachhaltig zu stärken“, sagt Dr.-Ing. habil. Maike Rabe, Professorin für Textilveredlung und Ökologie, Leiterin des Forschungsinstituts Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein (HSNR). Rabe ist Projektleiterin der Textilfabrik 7.0 seitens der HSNR.
Die Textilfabrik 7.0 leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel im Rheinischen Revier. Unter dem Leitmotiv „Von der Kohle zur KI“ entstehen neue Perspektiven für industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.
T7 ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung (FTB) der Hochschule Niederrhein, des Instituts für Textiltechnik (ITA) an der RWTH Aachen, des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie, mit der Textilakademie NRW sowie der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) über die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten „STARK“, dem Land Nordrhein-Westfalen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) des Landes Nordrhein-Westfalen gemäß der Rahmenrichtlinie zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) Nordrhein-Westfahlen (RRL) sowie durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Xenia Raufeisen
Wissenschaftsmarketing Textilfabrik 7.0
FTB – Forschungsinstitut für Textil und Bekleidung
xenia.raufeisen@hs-niederrhein.de
Weitere Informationen:
https://Website: https://t7-management.de/
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