ZBW begrüßt Christiane Müller als neue Bibliotheksdirektorin
Kiel/Hamburg, den 19. März 2026: Der Bibliotheksbereich der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft hat eine neue Direktorin. Christiane Müller hat zum 1. März die Position der Bibliotheksdirektorin angetreten. In ihrer neuen Funktion verantwortet sie die strategische Steuerung und Weiterentwicklung der ZBW-Bibliothek und vertritt die ZBW in Bibliotheksangelegenheiten im In- und Ausland.
Seit dem 1. März 2026 ist die Juristin, Bibliothekarin und Informationsmanagerin Christiane Müller Bibliotheksdirektorin und somit Mitglied der dreiköpfigen Direktion der ZBW neben dem wissenschaftlichen Direktor Professor Dr. Klaus Tochtermann und der Administrativen Leitung Axinia Braunisch.
Die neue Bibliotheksdirektorin wird sich vor dem Hintergrund der aktuellen Transformationen und Herausforderungen im wissenschaftlichen Bibliothekswesen mit der strategischen Weiterentwicklung der ZBW-Bibliothek befassen. Dazu zählen insbesondere die digitale Transformation und der Umgang mit KI-Effekten, der Ausbau von stabilen Open-Access-Infrastrukturen, der Umgang mit Lizenz- und Publikationsmodellen, die Entwicklung nutzerzentrierter Lernräume sowie die Vernetzung mit der nationalen und internationalen Bibliotheks-Community.
Christiane Müller zu ihrem Antritt: „Ich freue mich, dass ich genau jetzt zu einem so aufregenden Zeitpunkt hier antrete: Wissenschaftliche Bibliotheken befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Insbesondere die ZBW als forschungsgeleitete Bibliothek, die sowohl auf lokaler Ebene neue Lern- und Arbeitsszenarien für ihre Nutzer:innen entwickelt als auch national und international Zugänge organisiert, befindet sich mitten in einem Transformationsprozess. Mein Ziel ist es, in dieser Phase Orientierung zu geben: Was sind nur kurzfristige Störgeräusche oder irrelevante Trends? Wo zeichnen sich hingegen Entwicklungen ab, auf die wir Strukturen und Prioritäten dauerhaft ausrichten wollen?“
Christiane Müller bringt vielfältige Erfahrungen mit. Sie baute von 2021 bis 2025 erfolgreich die Bibliothek für die internationalen Stipendiat:innen des THE NEW INSTITUTE in Hamburg auf, einem 2020 neu gegründeten Wissenschaftskolleg. Dort initiierte und betreute sie auch strategische Partnerschaften und Kooperationen. Zuvor arbeitete Christiane Müller von 2017 bis 2021 an der Universitätsbibliothek Tübingen in der Stabsstelle Urheberrecht und als Fachreferentin. In dieser Zeit konzipierte sie zielgruppenspezifische Schulungs- und Beratungsangebote, insbesondere zu Fragen des Open-Access-Publizierens. 2019 übernahm sie die Fachreferate Politik- und Rechtswissenschaft und wirkte in diesem Rahmen an einem Pilotprojekt zur Patron Driven Acquisition mit.
Weitere Stationen umfassen den juristischen Bereich. Von Mai 2012 bis September 2013 war Christiane Müller als juristische Sachbearbeiterin beim Deutschen Bundestag tätig, unter anderem für die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Von Oktober 2013 bis September 2015 absolvierte sie ihr Bibliotheksreferendariat an der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und war dort im Anschluss als Projekt- und Innovationsmanagerin für den Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) verantwortlich. Ehrenamtlich engagierte sie sich von 2018 bis 2023 als Mitglied der Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes.
Ihre akademische Ausbildung umfasst den Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Oktober 2013 bis September 2015) sowie ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen, der Universität Münster und der Eötvös Loránd University in Ungarn (2004 bis 2010). 2010 legte sie das erste juristische Staatsexamen mit Prädikat am Oberlandesgericht Hamm ab. Der universitäre Teil des Staatsexamens erfolgte im Schwerpunkt Urheberrecht.
Guido Wendt, Staatssekretär im Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Stiftungsrates der ZBW, erklärte: „Wir freuen uns, dass Christiane Müller mit ihren strategischen, analytischen und kommunikativen Fähigkeiten die zukünftige Entwicklung der ZBW maßgeblich mitgestalten wird und damit die Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Schleswig-Holstein deutschlandweit und in Europa weiter erhöhen wird.“
**Pressebilder von Christine Müller:**
Porträt 1: https://www.zbw.eu/fileadmin/images/press/menschen/2026/christiane-mueller-002-a.jpg
Copyright: ZBW; Foto: Sven Sindt
Porträt 2: https://www.zbw.eu/fileadmin/images/press/menschen/2026/christiane-mueller-003-a.jpg
Copyright: ZBW; Foto: Sven Sindt
Porträt 3: https://www.zbw.eu/fileadmin/images/press/menschen/2026/christiane-mueller-004-a.jpg
Copyright: ZBW; Foto: Sven Sindt
Über die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft:
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) ist die weltweit größte Informationsinfrastruktur für die Wirtschaftswissenschaften. Die forschungsgeleitete Bibliothek beherbergt rund 4 Millionen Medieneinheiten und ermöglicht den Zugang zu Millionen wirtschaftswissenschaftlicher Online-Dokumente. Allein 2025 konnten über 20 Millionen Downloads digitaler Dokumente gezählt werden. Daneben stellt die ZBW eine rasant wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten zur Verfügung. EconStor, der digitale Publikationsserver, verfügt aktuell über 300.000 frei zugängliche Aufsätze und Working Papers. Mit EconBiz, dem Fachportal für wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Forschende in über 12 Millionen Datensätzen recherchieren. Zudem gibt die ZBW die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics im Gold Open Access heraus. Mit Professuren in der Informatik, Wirtschaftswissenschaft und Informationswissenschaft und deren international besetzter Forschungsgruppe beschäftigt sich die ZBW transdisziplinär mit dem Thema Open Science. Die ZBW ist in ihrer Forschung international vernetzt. Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und Stiftung des öffentlichen Rechts. URL: www.zbw.eu
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