Ende des Ehegatten-Splittings könnte mehr Geburten bringen
Ein Ende des Ehegatten-Splittings könnte mehr Geburten in Deutschland bringen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die ROCKWOOL Foundation Berlin (RFBerlin) jetzt als Diskussionspapier veröffentlicht hat. „Die Geburtenrate könnte um 5,7 Prozent höher liegen, wenn das Ehegatten-Splitting abgeschafft und Steuervorteile nicht mehr an die Heiratsurkunde gebunden würden, sondern an die Kinder“, sagt Hanna Wang, Projektleiterin bei RFBerlin und Professorin an der Autonomen Universität Barcelona.
Zudem müssten die Steuervorteile pro Kind grob verdoppelt werden. „In einem solchen Paket müsste auch das maximale Elterngeld verdoppelt werden. Die Gebühren für die Kinderkrippe sollten um knapp 10 Prozent sinken. Auch das Kindergeld müsste ordentlich erhöht werden“, fügt sie hinzu. Die Studie schlägt auch Kürzungen der Leistungen vor, um den Aufwand für den Staat neutral zu halten. So sollte das Elterngeld nicht mehr 66 Prozent des Lohnes betragen, sondern nur 57 Prozent.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Hanna Wang, 0034/ 67 50 94 700; hanna.wang@uab.cat
Originalpublikation:
Aufsatz: “Fertility and Family Leave Policies in Germany: Optimal Policy Design in a Dynamic Framework” von Hanna Wang, in: RFBerlin Discussion Papers Nr. 29/2026
Veröffentlicht hier: https://www.rfberlin.com/network-paper/fertility-and-family-leave-policies-in-germany-optimal-policy-design-in-a-dynamic-framework/
Weitere Informationen:
https://www.rfberlin.com/research-insight/ How Germany Could Raise Its Low Birth Rate RFBerlin Research Insight 7/26
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