Neuestes DNA-Sequenzierungsgerät an der Universität Bayreuth
Im Keylab Genomanalytik & Bioinformatik der Universität Bayreuth steht nun ein Hochdurchsatz-Sequenzierungsgerät der neuesten Generation (Next-Generation Sequencing, NGS) für schnelle und kosteneffiziente DNA-Analysen zur Verfügung. Der MiSeq™ i100 der Firma Illumina eignet sich insbesondere für Umwelt- und Biodiversitätsforschungsprojekte sowie für die Fragestellungen im Bayreuther Sonderforschungsbereich (SFB) 1357 Mikroplastik.
Das Gerät eröffnet besonders in der Umwelt- und Biodiversitätsforschung sowie im SFB 1357 Mikroplastik völlig neue Möglichkeiten. Dank neuester Technologie liefert das Gerät längere und genauere DNA-Sequenzen von bis zu 500 Basenpaaren. Dadurch können nun auch längere Genfragmente aus Mikroben, Pilzen, Protisten sowie Tieren und Pflanzen vollständig und hochpräzise analysiert werden. „Es freut uns sehr, dass wir das MiSeq-i100 Gerät mit Infrastrukturmitteln aus dem SFB 1357 Mikroplastik für das Keylab Genomanalytik & Bioinformatik beschaffen konnten und es somit nun allen etablierten und jungen Forschenden der gesamten Universität Bayreuth zur Verfügung steht“, sagt Prof. Dr. Christian Laforsch, Sprecher des SFB 1357 Mikroplastik, und weiter: „Die Integration des Geräts in unsere bewährte Keylab-Struktur fördert auch weiter die Schwerpunkt- und Strukturbildung an der Universität Bayreuth“.
„Geräte mit einer solch breiten Einsatzpalette in einem Keylab bieten eine einzigartige Möglichkeit, diese zum Nutzen von vielen Forschenden aus verschiedensten Disziplinen der Lebenswissenschaften zu betreiben, deren Beschaffung für ein einzelnes Labor zu aufwändig und kostspielig, jedoch gleichzeitig für einen DFG-Großgeräteantrag zu gering sind“, sagt PD Dr. Alfons Weig, Leiter des Keylabs Genomanalytik & Bioinformatik an der Universität Bayreuth.
Durch den Betrieb des neuen Gerätes im existierenden Zentrallabor Genomanalytik & Bioinformatik wird nicht nur der professionelle Einsatz des NGS-Gerätes gewährleistet, sondern auch die vorhergehende Projektplanung sowie die anschließende bioinformatorische Auswertung der Analysedaten an der Universität Bayreuth unterstützt.
Über den SFB
Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1357 „Mikroplastik“ gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde 2019 an der Universität Bayreuth eingerichtet. Der SFB erforscht die weltweit zunehmende Belastung der Umwelt durch Kunststoffe und entwickelt innovative Lösungen, um den daraus resultierenden ökologischen, gesundheitlichen und ökonomischen Risiken zu begegnen. Durch die enge Verknüpfung von interdisziplinärer Grundlagenforschung mit problembezogener Anwendungsforschung sollen fundierte Risikobewertungen ermöglicht und der Wissenstransfer in die Öffentlichkeit weiter gestärkt werden.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
PD Dr. Alfons Weig
Keylab Genomanalytik & Bioinformatik
Universität Bayreuth
Tel.: + 49 (0)921 / 55-2457
E-Mail: alfons.weig@uni-bayreuth.de
Web: www.genomics.uni-bayreuth.de
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