Wie die persönliche Betroffenheit die Einstellung zur Endlagersuche für hochradioaktive Abfälle prägt
Wann wird ein potenzielles Endlager für hochradioaktive Abfälle in der eigenen Region für Bürger:innen persönlich bedeutsam? Zu dieser Frage lädt das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zu einer Veranstaltung ein.
Die Suche nach einem sicheren Endlager für hochradioaktive Abfälle betrifft alle Menschen einer Standortregion. Doch nicht alle fühlen sich vom Thema gleichermaßen angesprochen. Für manche rückt das Endlager erst ins Bewusstsein, wenn ihre eigene Region genannt wird. Andere beschäftigen sich bereits frühzeitig ohne regionalen Bezug mit dem Thema. Was beeinflusst diese persönliche Wahrnehmung und welche Folgen ergeben sich? Mit diesem Themenkomplex hat sich das BASE-Forschungsprojekt „Individuelle Relevanzwahrnehmungen im Kontext aktueller Fortschritte des Standortauswahlverfahrens (Relevanz)“ beschäftigt.
In der Veranstaltung stellt das Institut Verian aktuelle Ergebnisse des Forschungsprojekts aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage mit mehr als 2500 Teilnehmenden sowie zwei Fokusgruppen vor. Die Ergebnisse zeigen, wann Bürger:innen ein mögliches Endlager als relevant für ihr eigenes Leben wahrnehmen. Außerdem wird erläutert, welche Faktoren diese Wahrnehmung verstärken oder abschwächen können.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Endlagersuche aktuell nur für eine Minderheit große persönliche Relevanz hat. Die Befragten schreiben dem Auswahlprozess dennoch potenziell gesellschaftlich spaltende Wirkung zu und wünschen sich transparente Informationsangebote.
Ein besseres Verständnis dieser Thematik ist vor dem Hintergrund des erwarteten Standortregionenvorschlag 2027 wichtig. Nur wenn klar ist, wann und wie Bürger:innen in den Regionen sich angesprochen fühlen, können Informationen verständlich und Beteiligung sinnvoll gestaltet werden.
Weitere Informationen:
https://www.base.bund.de/shareddocs/termine/de/2026/sciencebased-betroffenheit.html
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