KI in der MS-Versorgung: Zwischen Evidenz und Regulierung
Die Versorgung von Menschen mit Multipler Sklerose erfordert heute mehr denn je eine Verbindung aus klinischer Erfahrung, wissenschaftlicher Urteilskraft und einem reflektierten Umgang mit digitalen Entwicklungen. Wie eng diese Bereiche inzwischen zusammengehören, zeigt auch der berufliche Weg von Dr. med. Hernán G. Inojosa C., der 2025 den Studiengang „Multiple Sklerose Management (M.Sc.)“ an der Dresden International University (DIU) erfolgreich abgeschlossen hat. Besondere Aktualität erhält sein Weg durch seine Abschlussarbeit zum Einsatz KI-basierter Sprachmodelle in der Multiplen Sklerose.
Dr. med. Hernán G. Inojosa C. studierte Medizin an der Universidad Central de Venezuela und kam 2018 nach Dresden. Dort forscht er am Multiple-Sklerose-Center des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden und ist seit 2020 als Assistenzarzt in der Neurologie tätig. Sein Werdegang steht für eine Generation medizinischer Fachkräfte, die Versorgung und wissenschaftliche Weiterentwicklung eng zusammendenken.
Im Zentrum seiner Masterarbeit stand das Thema: „Optimierung von KI-basierten Sprachmodellen für die Multiple Sklerose von der Entscheidungsfindung bis zu regulatorischen Aspekten“. Darin untersuchte er, wie große Sprachmodelle für komplexe klinische Entscheidungen im MS-Kontext optimiert werden können. Seine Arbeit zeigt, dass Transparenz, Risikoabwägung und regulatorische Anforderungen für einen sicheren Einsatz in Lehre und klinischem Alltag entscheidend sind und spezialisierte Modelle dabei unter Umständen besser geeignet sein können als allgemeine Systeme.
Für genau diese Verknüpfung aus wissenschaftlicher Vertiefung und unmittelbarer Versorgungspraxis steht das berufsbegleitende Masterprogramm an der DIU. Inhaltlich reicht das Spektrum von Grundlagen, Klinik und Diagnostik über Therapie und Rehabilitation bis zu Monitoring, Dokumentation sowie Studien und Statistik. Ziel ist es, Fachkräfte dazu zu befähigen, Menschen mit chronisch-entzündlichen neurologischen Erkrankungen umfassend und nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu versorgen.
Wissenschaftlich verantwortet wird der Studiengang von Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen, Leiter des Zentrums für klinische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Die enge Anbindung an dieses hochspezialisierte klinische Umfeld prägt das Profil des Programms. Als An-Institut der TU Dresden verbindet die Dresden International University (DIU) exzellente Weiterbildung, medizinische Praxis und aktuelle Forschung. Das Beispiel von Dr. med. Hernán G. Inojosa C. zeigt den Mehrwert dieser Verbindung für die fachliche Entwicklung und die MS-Medizin.
Dr. Inojosa ist ein hervorragendes Beispiel für das besondere Profil unseres Studiengangs. Es geht nicht nur darum, Wissen für eine bessere Versorgung von MS-Patient:innen zu vermitteln, sondern auch darum, den Stand der Wissenschaft kritisch einzuordnen und sich aktiv an wissenschaftlichen Fragestellungen zu beteiligen. Die Verbindung von Wissensvermittlung, Anwendung und eigenem wissenschaftlichen Arbeiten macht die große Stärke des Programms aus.
Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen, Scientific Director des Studiengangs „Multiple Sklerose Management (M.Sc.)”, Leiter des Zentrums für klinische Neurowissenschaften an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden, Gründer des Multiple-Sklerose-Zentrums sowie Veranstalter des alljährlichen Dresdner MS-Adventssymposiums
Ähnliche Pressemitteilungen im idw