Ausstellung: Astronom – Arzt – Bremer
Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen präsentiert vom 07. April bis zum 6. Juni 2026 eine Ausstellung zum Leben und Werk des Bremer Astronomen und Arztes Wilhelm Olbers (1758–1840). Der Eintritt ist frei.
Die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen präsentiert vom 07. April bis zum 6. Juni 2026 eine Ausstellung zum Leben und Werk des Bremer Astronomen und Arztes Wilhelm Olbers (1758–1840). Der Eintritt ist frei.
Wilhelm Olbers, geboren in Bremen, war Arzt und Astronom und einer der bekanntesten Bremer seiner Zeit. Ihm ist es zu verdanken, dass die Hansestadt um 1800 ein europäisches Zentrum der Astronomie war. Seine Entdeckung der Pallas im Jahr 1802 war ein Meilenstein in der Planeten-forschung. Darüber hinaus entdeckte er den Kleinplaneten Vesta (1805), mehrere Kometen und trug wesentlich zur Erforschung von Kometen bei.
Er formulierte das nach ihm benannte Olberssche Paradoxon, das bis heute als zentrales Problem der kosmologischen Theorie gilt und die Frage nach der Struktur und Endlichkeit des Universums aufwirft. Im Brotberuf wirkte er fast vier Jahrzehnte als Arzt in seiner Heimatstadt. Er war Vertreter des sogenannten Tierischen Magnetismus und als Arzt bei zwei Opfern der „Giftmischerin“ Gesche Gottfried involviert.
In der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen befindet sich der ca. 4.000 Dokumente umfassende Nachlass Wilhelm Olbers‘, der im Mittelpunkt der Ausstellung steht. Der Nachlass, bestehend aus handschriftlichen Dokumenten, Briefen, Manuskripten, mathematischen Berechnungen und wissenschaftlichen Skizzen, dokumentiert nicht nur seine Forschungspraxis, sondern auch die Strukturen der wissenschaftlichen Kommunikation jener Epoche. Die Korrespondenz mit Persönlichkeiten wie Johann Hieronymus Schroeter, Friedrich Wilhelm Bessel, Carl Friedrich Gauß oder Alexander von Humboldt verdeutlicht die Rolle von Netzwerken in der Wissensproduktion der Frühen Neuzeit.
Die Ausstellung beleuchtet zentrale Aspekte des Lebens und Wirkens des berühmten Bremers. Sie zeigt, wie wissenschaftliche Erkenntnisse nicht isoliert, sondern im Austausch zwischen Individuen, Institutionen und kulturellen Kontexten entstehen. Sie richtet sich an Wissenschaftler:innen, Studierende sowie an ein breites Publikum, das sich für die Geschichte Bremens und für die Entwicklung der wissenschaftlichen Kultur im 18. und 19. Jahrhundert interessiert.
Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen: Astronom – Arzt – Bremer. Wilhelm Olbers (1758 – 1840) und sein Nachlass in der SuUB Bremen, Bremen 2026. Edition Falkenberg.
Die SuUB lädt zur Eröffnung ein am Dienstag, 7.4., um 16:30 Uhr.
Begrüßung durch Maria Elisabeth Müller, Direktorin der SuUB
Einführung zur Ausstellung von Maria Hermes-Wladarsch (SuUB, Kuratorin der Ausstellung)
Kurzvortrag Wilhelm Olbers – Leben und Werk von PD Dr. Günter Oestmann
Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Zentrale, Bibliothekstr. 9, 28359 Bremen
Laufzeit: 07.04. – 06.06.2026
Öffnungszeiten: Mo - Fr 8 - 22 Uhr, Sa 10 - 20 Uhr, So 10 - 18 Uhr
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Maria Hermes-Wladarsch Leiterin der hist. Sammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Tel. 0421/218-59571, E-Mail: hermes@suub.uni-bremen.de
Weitere Informationen:
https://www.suub.uni-bremen.de/ueber-uns/neues-aus-der-suub/ausstellungseroeffnung-wilhelm-olbers/
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