Erfolgreiche kooperative Promotion in der interkulturellen Kommunikationsforschung
Die Dissertation von Angela Warkentin an der TU Darmstadt in Kooperation mit der TH Aschaffenburg liefert neue Erkenntnisse zu Kommunikationsmustern und Schlüsselkompetenzen weiblicher Führungskräfte im globalen Arbeitsumfeld.
Angela Warkentin hat ihre Promotion im Bereich der interkulturellen Kommunikationsforschung erfolgreich abgeschlossen und den akademischen Grad Dr. phil. erlangt. Die Dissertation entstand am Fachgebiet Sprachwissenschaft – Mehrsprachigkeit der Technischen Universität Darmstadt (TU Darmstadt) im Rahmen einer kooperativen Promotion zusammen mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg (TH Aschaffenburg). Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Britta Hufeisen (TU Darmstadt) und Prof. Dr. Renate Link (TH Aschaffenburg). Sie ist zugleich die erste erfolgreich abgeschlossene kooperative Promotion am Institut für Interkulturelle Kommunikation (IIK) der TH Aschaffenburg.
Kommunikationsmuster und Schlüsselkompetenzen weiblicher Führungskräfte
Die Dissertation trägt den Titel „Führungskommunikation im interkulturellen Arbeitsumfeld: Kommunikationsmuster und Schlüsselkompetenzen weiblicher Führungskräfte“. Ziel der Arbeit war es, Kommunikationsmuster sowie zentrale Kompetenzen weiblicher Führungskräfte in interkulturellen Arbeitskontexten zu analysieren.
Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen trotz bestehender struktureller Hürden über entscheidende Potenziale für wirksame Führung verfügen, insbesondere durch ausgeprägte Selbstreflexion und kommunikative Stärke. Dabei wird deutlich, dass die größten Herausforderungen weniger in kulturell bedingten Kommunikationsunterschieden liegen, sondern vor allem in fortbestehenden strukturellen Barrieren und der Unterrepräsentation von Frauen in männlich dominierten Führungsumfeldern.
Bedeutung der interkulturellen Kompetenz als Führungsqualität
Die Arbeit verdeutlicht, dass erfolgreiche Führung im interkulturellen Kontext auf einem dynamischen Zusammenspiel fachlicher Kompetenz, persönlicher Eigenschaften und kommunikativer Fähigkeiten basiert. Interkulturelle Kompetenz fungiert dabei als übergeordnete Schlüsselqualifikation, die diese Faktoren vereint. Sie bildet die Grundlage für wirksame Führung, auch wenn sie in der Praxis bislang häufig eine untergeordnete Rolle einnimmt. Ihre Bedeutung zeigt sich jedoch in messbaren Effekten wie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und verkürzten Anlaufphasen von Projekten, die von internationalen Teams durchgeführt werden.
Die Dissertation liefert damit sowohl einen wissenschaftlichen Beitrag als auch Impulse für die Praxis und die gesellschaftliche Debatte um Chancengleichheit in Führungspositionen.
Akademischer Werdegang und berufliche Tätigkeit
Angela Warkentin studierte zunächst Business Studies und International Business Management an der Fachhochschule Aachen und spezialisierte sich früh im Bereich Cross Cultural Competencies. Im Anschluss an ihr Masterstudium begann sie ihre externe Promotion am Institut für Interkulturelle Kommunikation der TH Aschaffenburg in Kooperation mit dem Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der TU Darmstadt, während sie beruflich das ErUM-Data-Hub Team in Aachen leitete.
„Ich bin dankbar, dass mir am IIK die Möglichkeit gegeben wurde, nebenberuflich zu promovieren. Meine Erfahrung zeigt, dass solche Wege für Frauen realisierbar sind, wenn die passenden Unterstützungsstrukturen vorhanden sind. Mein besonderer Dank gilt dabei Prof. Dr. Renate Link“, so Angela Warkentin.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Renate Link renate.link@th-ab.de
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