Vom Studium zur Professur: Michael Brutscheck kehrt an die Hochschule Merseburg zurück
Zum Sommersemester 2026 übernimmt Prof. Dr. Michael Brutscheck die Professur für Elektronische Schaltungstechnik an der Hochschule Merseburg. Seine akademische Laufbahn ist in besonderer Weise mit der Hochschule verknüpft: Bereits sein Studium sowie seine kooperative Promotion zum Thema "Systematic Analysis of Unknown Integrated Circuits" absolvierte er in Merseburg. Nun kehrt er als Professor an seinen akademischen Ausbildungsort zurück.
Michael Brutscheck wurde in Halle (Saale) geboren und studierte Elektrotechnik an der Hochschule Merseburg. Anschließend war er zunächst als Elektronikingenieur in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei SONOTEC Ultraschallsensorik in Halle tätig. Ab 2004 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Merseburg in den Bereichen elektronische Schaltungstechnik sowie Automaten- und Systemanalyse.
Seit 2010 war Brutscheck Inhaber der Professur für Technische Informatik an der Hochschule Anhalt und bringt damit langjährige Erfahrung in Lehre und Forschung mit nach Merseburg.
Forschung mit hoher Relevanz für die Industrie
In Forschung und Lehre befasst sich Michael Brutscheck mit elektronischer Schaltungstechnik sowie der programmierbaren Logik, insbesondere unter Einsatz von FPGAs (Field Programmable Gate Arrays). Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Entwicklung von Ersatzlösungen für aus dem Markt genommene oder nicht mehr verfügbare elektronische Bauelemente, wie beispielsweise Mikrocontroller.
„Elektronische Bauelemente haben heute häufig sehr lange Lieferzeiten oder nur kurze Produktlebenszyklen. Für viele industrielle Anwendungen stellt das eine große Herausforderung dar. Mit meiner Forschung möchte ich dazu beitragen, hier praktikable und nachhaltige Lösungen zu entwickeln“, erklärt Brutscheck.
Mit diesem Ansatz greift er ein hochaktuelles Thema auf, das insbesondere für die Industrie von großer Bedeutung ist und zahlreiche Anknüpfungspunkte für Kooperationen bietet.
Lehre mit Praxisnähe und persönlicher Begleitung
Auch in der Lehre setzt Michael Brutscheck auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Seine Erfahrungen aus Industrie und Forschung sollen dabei direkt in die Ausbildung der Studierenden einfließen. „Mir ist es wichtig, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die Studierenden auch als Ratgeber und praktischer Begleiter auf ihrem Weg zu unterstützen“, betont er.
Ein besonderes Anliegen ist ihm zudem die internationale Zusammenarbeit: So möchte er die bestehenden Beziehungen zur Technological University Dublin weiter festigen und ausbauen.
Mit der Hochschule Merseburg eng verbunden
Mit seiner neuen Professur schließt sich für Brutscheck ein Kreis. Die Hochschule Merseburg habe seinen akademischen Werdegang maßgeblich geprägt, von seinem Studium bis hin zur Promotion. Entsprechend groß sei die Freude, nun als Professor an seinen akademischen Ausbildungsort zurückzukehren.
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