Wer redet mit? Modul für faire Öffentlichkeitsbeteiligung
Politische Beteiligung ist ein Grundrecht – praktisch aber oft ein Privileg. Viele Menschen werden nicht gehört, sei es bei Windkraftprojekten oder Stadtplanung. Auch kommt es in Beteiligungsverfahren immer wieder zu Konflikten. Hier setzt das neue Online-Modul BETEILIGT an.
Wer in Beteiligungspraxis arbeitet, kennt die Herausforderung: In Beteiligungsverfahren wie Workshops, Anhörungen oder Bürger*innenversammlungen sind meistens dieselben Gruppen dabei: Hochgebildete, Erwerbstätige, Einkommensstarke, Männer über 50, weiße Menschen. Außerdem streiten die, die sich beteiligen, oft um Einfluss und verfolgen dabei starke Eigeninteressen.
Das Online-Modul BETEILIGT richtet sich an alle, die Beteiligungsprozesse gestalten, etwa in Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft oder Bildung. Es verbindet Erkenntnisse aus Konfliktforschung, Mediation, Inklusion und Wissenschaftskommunikation.
Das Bildungsmaterial besteht aus zwei Teilen: Grundlagen zu Inklusion, Konflikt und Beteiligung sowie eine Werkstatt, die Schritt für Schritt durch die Konzeption eines inklusiven und konfliktsensiblen Beteiligungsprozesses führt, von der Zielgruppenanalyse bis zur Konfliktanalyse.
Das Modul ist ein Ergebnis des Projekts WissKON der Konfliktakademie ConflictA an der Universität Bielefeld. Gefördert wurde das Projekt als Teil des Wissenschaftsjahres 2025 – Zukunftsenergie. Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Esther Rüßler, Universität Bielefeld
Konfliktakademie „ConflictA“
Telefon: 0521 106-86542
E-Mail: esther.ruessler@uni-bielefeld.de
Weitere Informationen:
https://beteiligt.conflict-a.de Das Online-Modul
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