Neue Erkenntnisse zu BMI und Prädiabetes: DGIM vergibt Preise 2026
Wie lässt sich Krankheitsrisiko präziser vorhersagen? Wann kann Prävention tatsächlich Krankheitsverläufe verhindern – und was bedeutet das konkret für die Versorgung?
Zwei zentrale Auszeichnungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zeigen beim Internistenkongress 2026, wie stark sich die Medizin derzeit verändert: weg von pauschalen Risikomodellen hin zu einer differenzierten, biologisch fundierten Betrachtung – und hin zu neuen, früher ansetzenden Präventionsstrategien.
Theodor-Frerichs-Preis 2026: Warum der BMI als Risikomaß nicht ausreicht
Zwei Menschen, gleicher BMI – aber völlig unterschiedliches Krankheitsrisiko: Die ausgezeichnete Arbeit von PD Dr. med. Rima Chakaroun zeigt, warum der klassische Body-Mass-Index zu kurz greift. Mithilfe eines „metabolischen BMI“ lassen sich verborgene Stoffwechselrisiken sichtbar machen – auch bei scheinbar gesunden Personen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für eine frühere und gezieltere Prävention.
Zur ausführlichen Pressemitteilung: https://www.dgim.de/presse/pressemitteilungen/20042026-frerichspreis
Präventionspreis 2026: Prädiabetes kann sich auch ohne Gewichtsverlust zurückbilden
Ein zentrales Dogma der Diabetesprävention gerät ins Wanken: Die prämierte Studie von Dr. Arvid Sandforth zeigt, dass sich eine gestörte Glukoseregulation auch unabhängig vom Körpergewicht normalisieren kann. Entscheidend sind Veränderungen der Insulinsensitivität und Betazellfunktion – mit einem deutlich reduzierten Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken.
Zur ausführlichen Pressemitteilung: https://www.dgim.de/presse/pressemitteilungen/20042026-praeventionspreis
Zudem zeichnete die DGIM herausragenden Medizinjournalismus aus: Die Medienpreise 2026 würdigen Beiträge, die den Wandel der Medizin – von personalisierter Therapie bis Herzgesundheit – fundiert einordnen und für eine breite Öffentlichkeit verständlich machen. Weitere Infos: https://www.dgim.de/presse/pressemitteilungen/20042026-medienpreise
Leopold-Lichtwitz-Medaille: Lebenswerk in der Nephrologie gewürdigt
Die höchste Auszeichnung der DGIM erhält Prof. Dr. med. Jürgen Floege. Seine Arbeiten zu immunologischen Nierenerkrankungen und zur Progression chronischer Nierenerkrankungen haben die klinische Praxis und Forschung international geprägt. Weitere Infos: https://www.dgim.de/ueber-uns/ehrungen-und-preise/leopold-lichtwitz-medaille
Ehrenmitgliedschaften: Persönlichkeiten, die das Fach geprägt haben
Mit der Ehrenmitgliedschaft würdigt die DGIM drei Persönlichkeiten für ihr nachhaltiges Wirken in der Inneren Medizin.
• Prof. Dr. med. Michael Hallek – seine Studien zur chronischen lymphatischen Leukämie haben die Therapie dieser Erkrankung grundlegend verändert.
• Prof. Dr. med. Petra-Maria Schumm-Draeger – prägende Impulsgeberin in Endokrinologie und Diabetologie sowie engagiert für Versorgungsqualität und ärztliche Unabhängigkeit.
• Dr. med. Gerd Herold – mit seinem Lehrbuch hat er die Ausbildung von Generationen von Internistinnen und Internisten geprägt.
Weitere Infos: https://www.dgim.de/mitglieder/ehrenmitglieder
Gerne vermitteln wir Interviews mit den Preisträgerinnen und Preisträgern oder stellen weiteres Material zur Verfügung.
Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden.
Mit freundlichen Grüßen
Das Presseteam der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V.
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