Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Ilmenau melden bundesweit zweitmeiste Patente an
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau haben im Fünfjahresdurchschnitt die zweitmeisten Patente unter allen deutschen Hochschulen angemeldet, das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Mit durchschnittlich 18 Anmeldungen je 1000 Studierende pro Jahr belegt die TU Ilmenau bundesweit Platz 2 hinter der TU Bergakademie Freiberg. Auch die Thüringer Hochschulen insgesamt sind, wie das Institut der deutschen Wirtschaft hervorhebt, besonders innovativ: Mit 4,7 Patenten pro 1000 Studierenden belegen sie hinter Sachsen den zweiten Platz, der Bundesdurchschnitt liegt bei zwei.
„Patentanmeldungen“, so schreibt das Institut der deutschen Wirtschaft, „stellen eine zentrale Kenngröße zur Bewertung der Innovationsleistung von Hochschulen dar.“ Professor Stefan Sinzinger, Vizepräsident für Forschung und Wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Ilmenau, freut sich über die hervorragende Rankingplatzierung: „Das Ergebnis bestätigt zum wiederholten Male die herausragende Forschungs- und Innovationskraft unserer Universität als ,hidden Champion‘ im Herzen Deutschlands. Unser Erfolgsgeheimnis liegt vor allem im Zusammenspiel von exzellenter universitärer Grundlagenforschung, einer hervorragenden wissenschaftlichen Infrastruktur und anwendungsorientierter Forschung mit enger Verbindung in die regionale und überregionale Wirtschaft.“
Den Spitzenplatz bei den Patentanmeldungen verdankt die TU Ilmenau auch dem Landespatentzentrum Thüringen PATON auf dem Universitätscampus, das die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Innovationsidee über Schutzrechtsstrategien bis zur erfolgreichen Patentanmeldung professionell unterstützt.
Hannover Messe Forum für Erfindungen made in Ilmenau
Auf der soeben zu Ende gegangenen Hannover Messe, der weltweit führenden Industriemesse für Technologien rund um die industrielle Transformation, präsentierte die TU Ilmenau zahlreiche ihrer patentierten Erfindungen, Technologien und Lösungen, so auch ein Verfahren für den Bau von Windenergieanlagen: Die automatisierte Montage der Rotorblätter ist präziser, schneller, sicherer und kostengünstiger als die herkömmliche überwiegend manuelle Montage mithilfe von Kränen. Ebenfalls auf der Hannover Messe vorgestellt: Ein von der TU Ilmenau und dem Unternehmen SUITX by Ottobock patentiertes leichtes Exoskelett, das man sich umschnallt, um schwere Lasten anzuheben und zu transportieren. Bereits Interesse bei Unternehmen weckt eine patentierte werkstoffwissenschaftliche Entwicklung der TU Ilmenau: „Volume-Control“ löst das Problem des Shrinking, also der Schrumpfung beim Abkühlen von Kunststoffen von der Schmelz- oder Verarbeitungstemperatur auf Raumtemperatur.
Institut der deutschen Wirtschaft: Hochschulen bei Patenten wichtige Partner
Das Institut der deutschen Wirtschaft hebt die Bedeutung von Hochschulen bei der Anmeldung von Patenten, insbesondere von ostdeutschen Hochschulen – die westdeutsche „abhängen“ – hervor: „Fast jedes dritte Hochschulpatent entsteht in Kooperation mit Partnern – bei anderen Patentanmeldern in Deutschland nur etwa jedes zwanzigste.“ Die TU Ilmenau profitiert bei ihrer Spitzenstellung bei Patenten auch von ihren vier An-Instituten, Brücken zwischen theoretischer Forschung und praktischer Anwendung, mit denen sie zahlreiche innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführt: Sie haben in dem Fünfjahreszeitraum 37 Patentanmeldungen eingereicht, alleine das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung, das TITK Rudolstadt, 14.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Christoph Hoock
Leiter PATON | Landespatentzentrum Thüringen
+49 3677 69-4572
christoh.hoock@tu-ilmenau.de
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