TU Berlin reagiert mit sofortigem Krisenmanagement auf Schließung des Hauptgebäudes
Zahlreiche Raumverlegungen, Sicherung der Verwaltungsprozesse, Informationsangebote und Austausch mit der Politik
Pressestatement von Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der Technische Universität Berlin zur Schließung des Hauptgebäudes
„Am 9. Mai 2026 musste das Hauptgebäude der TU Berlin aufgrund festgestellter baulicher Mängel geschlossen werden. Das historische Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Brandschutzanforderungen. Mit einem Sanierungsbedarf von insgesamt 2,4 Milliarden Euro steht die Technische Universität Berlin beispielhaft für die Folgen jahrelanger Investitionsstaus und Sparmaßnahmen in der öffentlichen Infrastruktur.
Als neues Präsidium blicken wir lösungsorientiert nach vorn und werden die Gebäudesituation systematisch und strukturell aufarbeiten sowie die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Dafür wollen wir in einem konstruktiven Austausch mit der Politik gehen und vertrauensvoll mit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zusammenarbeiten.
Die angebotene personelle Unterstützung, insbesondere in den Bereichen Brandschutz, technische Anlagen und gegebenenfalls Hochbau, nehmen wir dankbar an. In Abstimmung mit den Senatsverwaltungen sind die finanziellen Rücklagen der TU Berlin für Baumaßnahmen und die Abpufferung der Kürzungen in der Laufzeit des aktuellen Hochschulvertrages verplant. Wir werden jedoch auch auf konkrete finanzielle Unterstützung sowie auf eine Flexibilisierung der gesetzlichen Vorgaben angewiesen sein, damit schnelles Handeln ermöglicht werden kann.
Unmittelbar nach der Brandschutzvorbegehung im Hauptgebäude haben wir einen Krisenstab eingerichtet und zentrale Arbeitsstrukturen aktiviert. Zahlreiche Beschäftigte aus Wissenschaft, Verwaltung, Technik, Kommunikation und Hochschulleitung arbeiten seither mit hohem Einsatz daran, die Auswirkungen auf Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung so gering wie möglich zu halten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf der Organisation alternativer Lösungen für Lehrveranstaltungen. Veranstaltungen werden in andere Räume verlegt oder notfalls als digitale Formate angeboten, damit das Sommersemester bestmöglich fortgeführt werden kann.
Parallel dazu planen wir zeitnah Teile der Zentralen Universitätsverwaltung in andere Räumlichkeiten zu verlagern, um die Arbeits- und Servicefähigkeit unserer Universität sicherzustellen.
Wir informieren unsere TU-Mitglieder fortlaufend über die aktuellen Entwicklungen. Am 11. Mai 2026 hatten wir unsere Studierenden und Beschäftigten für zwei große digitale Town Hall Meetings eingeladen. Mehr als 1500 Personen nahmen daran teil. Ergänzend richten wir zusätzliche persönliche Sprechstunden ein und direkte Meetings mit betroffenen Fachgebieten und Teams.
Uns ist bewusst, dass diese Situation viele Menschen verunsichert und belastet. Umso mehr beeindruckt mich die große Solidarität und Professionalität unser TU-Community. Wir erfahren sehr viel Unterstützung von unseren Berliner Partneruniversitäten, und auch durch Hochschulleitungen aus ganz Deutschland. Dafür bin ich allen sehr herzlich dankbar.
Wir als TU Berlin arbeiten diese Situation Schritt für Schritt ab – verantwortungsvoll, zukunftsorientiert, transparent und mit dem klaren Ziel, die Handlungsfähigkeit der Universität aufrechtzuerhalten und langfristig nachhaltig zu verbessern.“
Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne
Stefanie Terp
Pressesprecherin sowie
Leiterin Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
Tel: 030 314 23922
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