Der Life Sciences Bridge Award etabliert sich als Karriereschrittmacher
Der Life Sciences Bridge Award der Aventis Foundation hat sich als Schrittmacher akademischer Karrieren in den Lebenswissenschaften etabliert. In seinem achten Jahr bewerben sich wieder mehr als 100 Forscherinnen und Forscher um diesen höchstdotierten deutschen Life Sciences-Nachwuchspreis. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Er wird jedes Jahr bis zu drei Mal vergeben. Als Brückenbauer zwischen Promotion und Professur macht der von der Aventis Foundation verliehene Preis seinem Namen alle Ehre. Von den bisherigen 20 Preisträgerinnen und Preisträgern haben schon 15 das Förderziel einer unbefristeten Professur erreicht.
108 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von 23 deutschen Universitäten bewerben sich in diesem Jahr um den Life Sciences Bridge Award der Aventis Foundation. Zwischen dem 1. März und dem 30. April haben sie ihre Unterlagen fristgemäß eingereicht. Zum Bewerberfeld gehören in diesem Jahr 54 Frauen und 54 Männer. Die meisten Bewerbungen stammen von der Universität Bonn, der Technischen Universität München und der Universität Hamburg. Die Preisträgerinnen und Preisträger dieses Jahres werden am 25. September 2026 im Literaturhaus Frankfurt vorgestellt und ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils 100.000 Euro, von denen 90 Prozent für Forschungszwecke vorgesehen sind.
Im Life Sciences Bridge Award bündelt die Aventis Foundation seit 2019 ihr Engagement in der Wissenschaftsförderung. Ihr Ziel ist es, die universitäre Spitzenforschung in Deutschland zu stärken, indem sie besonders begabte Nachwuchskräfte ermutigt, trotz ungewisser Zukunftsaussichten an einer akademischen Karriere festzuhalten. Eine Bewerbung um den Preis ist frühestens drei Jahre nach der Promotion für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglich, die eine unbefristete Professur anstreben und innovative Forschungsansätze in den Lebenswissenschaften verfolgen (Biochemie, Biologie, Chemie, Medizin und Pharmazie, jeweils auch in Verbindung mit Mathematik, Technik und Informatik).
„Wenn er originelle Ideen selbstständig umsetzen will, steht der herausragende wissenschaftliche Nachwuchs im heutigen Universitätsbetrieb oft vor hohen Hürden“, sagt Prof. Dr. Günther Wess, der Kuratoriumsvorsitzende der Aventis Foundation. „Unser Preis soll ihm helfen, diese Hürden leichter zu nehmen.“ Tatsächlich haben inzwischen schon 15 der bisherigen 20 Preisträgerinnen und Preisträger durch eine unbefristete Professur größeren Spielraum für ihre Forschung gewonnen. „Alle bisher von uns Ausgezeichneten leisten enorm wichtige Beiträge zum Fortschritt der Lebenswissenschaften“, sagt Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, der Vorsitzende der Preis-Jury. „Ihre Projekte zeugen von außergewöhnlicher Entdeckerfreude, Entschlossenheit und Innovationskraft.“
Neben den beiden Kuratoriumsmitgliedern Prof. Dr. Müller-Esterl und Prof. Dr. Rudi Balling gehören der sechsköpfigen Jury des Life Sciences Bridge Award an: Prof. Dr. Annette Beck-Sickinger, Inhaberin des Lehrstuhls für Biochemie und Bioorganische Chemie an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Reinhard Jahn, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen, und Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Mit Prof. Dr. Julian Grünewald von der Technischen Universität München gehört zudem ein früherer Preisträger der Jury an. Er war für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Genomeditierung 2022 mit einem Life Sciences Bridge Award ausgezeichnet worden.
Um den Erfahrungs- und Wissenstransfer zwischen ihren „Bridge Awardees“ zu fördern, begleitet die Aventis Foundation sie über den Tag der Auszeichnung hinaus. Zu diesem Zweck hat sie ihr Alumni-Netzwerk „The Bridge Dialog“ ins Leben gerufen. Dessen Austausch und Veranstaltungen werden von Prof. Dr. Rudi Balling geleitet und durch die beiden Alumni Prof. Dr. Dominik Niopek und Prof. Dr. Carolin Schneider als Organisationsteam verstärkt.
Die Aventis Foundation ist eine unabhängige, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie dient der Förderung von Kunst und Kultur sowie von Wissenschaft, Forschung und Lehre.
Weitere Informationen:
https://www.aventis-foundation.org/foerderung/wissenschaft/life-sciences-bridge-award/
https://bridge.aventis-foundation.org
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