Future Earth richtet Global Coordination Hub ein
Das internationale Nachhaltigkeitsnetzwerk Future Earth richtet einen neuen Global Coordination Hub ein, um sein weltweit verteiltes Sekretariat besser zu vernetzen und operative, strategische sowie kommunikative Aufgaben zu übernehmen. Der Hub wird gemeinsam vom Climate Service Center Germany (GERICS) am Helmholtz-Zentrum Hereon und dem Julie Ann Wrigley Global Futures Laboratory (GFL) an der Arizona State University (ASU) betrieben. Ein eigens dafür ernannter Executive Director mit Sitz am GERICS wird den Hub leiten.
Der neue Hub wird die Zusammenarbeit innerhalb des weltweit verteilten Sekretariats von Future Earth – das sich über Afrika, Kanada, China, Frankreich, Japan, Südasien, Schweden, Taipeh und die USA erstreckt – sowie zwischen den 25 Global Research Networks verbessern. Ziel ist es, den strategischen Zusammenhalt von Future Earth weiterzuentwickeln und zu stärken, indem die Aktivitäten des Sekretariats harmonisiert und laufend aufeinander abgestimmt werden. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Forschungsergebnisse effektiver in die Entscheidungsfindung einfließen.
„Mit der Einrichtung des Global Coordination Hub schaffen wir eine tragfähige Struktur, die es Future Earth ermöglicht, als globales Netzwerk wirksamer zu agieren“, sagt Prof. Daniela Jacob, Leiterin des GERICS. „Diese Zusammenarbeit stärkt die Verbindungen zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.“
Über Future Earth – Nachhaltigkeitsforschung mit globaler Wirkung
Future Earth ist ein globales Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, das Forschungsarbeiten vorantreibt, um den Wandel hin zu globaler Nachhaltigkeit zu unterstützen. Seine Vision ist eine nachhaltige und gerechte Welt für alle, in der gesellschaftliche Entscheidungen auf der Grundlage von frei zugänglichem und gemeinsam genutztem Wissen getroffen werden. Mit seinem neuen Global Coordination Hub unterstreicht Future Earth sein Engagement dafür, wissenschaftlich fundierte Lösungen für globale Herausforderungen wirksam in die Gesellschaft und die Politikgestaltung zu integrieren.
„Der Global Coordination Hub versetzt Future Earth in die Lage, als Netzwerk strategischer zu arbeiten, und bietet uns die Struktur, unsere Gemeinschaft besser zu vernetzen und wissenschaftlich noch wirkungsvollere Ergebnisse zu erzielen“, sagt Wendy Broadgate, Direktorin des schwedischen Global Hub von Future Earth, die bis zur Besetzung der Stelle als Interims-Executive Director fungieren wird.
Geteiltes Hosting-Modell mit transatlantischem Schwerpunkt
Die Partnerschaft zwischen GERICS und dem ASU Global Futures Laboratory baut auf einer mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit auf. Der Hub wird in einer verteilten Struktur betrieben: GERICS in Hamburg wird als europäische Basis dienen, während das GFL an der ASU als nordamerikanischer Knotenpunkt fungieren wird. Beide Einrichtungen verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Koordination internationaler Forschungsnetzwerke, dem Aufbau transdisziplinärer Strukturen sowie der Förderung der Wissenschaftskommunikation und des Dialogs mit Interessengruppen. GERICS ist seit vielen Jahren eng mit Future Earth verbunden und beherbergt seit 2019 das wissenschaftliche Sekretariat des Deutschen Komitees für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (DKN).
GERICS wird die Stelle eines Exekutivdirektors für die Leitung des Global Coordination Hub ausschreiben. Diese übernimmt das operative und strategische Management und koordiniert das globale Sekretariat von Future Earth. Die Position ist am Standort Hamburg angesiedelt und bildet das organisatorische Zentrum des neuen Koordinationsmodells.
Spitzenforschung für eine Welt im Wandel
Das Ziel der Wissenschaft am Helmholtz-Zentrum Hereon ist der Erhalt einer lebenswerten Welt. Dafür erzeugen rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wissen und erforschen neue Technologien für mehr Resilienz und Nachhaltigkeit – zum Wohle von Klima, Küste und Mensch. Der Weg von der Idee zur Innovation führt über ein kontinuierliches Wechselspiel zwischen Experimentalstudien, Modellierungen und künstlicher Intelligenz bis hin zu Digitalen Zwillingen, die die vielfältigen Parameter von Klima und Küste oder der Biologie des Menschen im Rechner abbilden. Damit wird interdisziplinär der Bogen vom grundlegenden wissenschaftlichen Verständnis komplexer Systeme hin zu Szenarien und praxisnahen Anwendungen geschlagen. Als aktives Mitglied in nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken und im Verbund der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt das Hereon mit dem Transfer der gewonnenen Expertise Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Sebastian Sonntag
Geschäftsführender Direktor
Deutsches Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth
Tel.: +49 (0)40 226 338 455
Mail: sebastian.sonntag@hereon.de
Weitere Informationen:
https://futureearth.org/
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