Burnout neu gedacht: Forscherin der Constructor University entfacht globale Debatte über die Erschöpfung der Gegenwart
Ein neues philosophisches Modell von Dr. Marina Christodoulou, Dozentin für Philosophie an der Constructor University, stößt weltweit auf überwältigendes Interesse. Mit der Einführung des Konzepts der „Ontologisch-Existenziellen Erschöpfung“ wirft ihre Forschung einen tiefgründigen Blick auf die moderne Erschöpfung, der weit über das psychologische Burnout hinausgeht. Die renommierte Fachzeitschrift Angelaki: Journal of the Theoretical Humanities widmet dem Konzept nun ein eigenes Themenheft – herausgegeben von Dr. Christodoulou als alleiniger Gast-Editorin. Eine Buchpublikation bei Routledge sowie ein erweiterter Folgeband stehen bereits fest.
In der akademischen Welt ist es eine seltene Auszeichnung, bereits in einer frühen Karrierephase ein eigenes, selbst entwickeltes theoretisches Konzept als zentrales Forschungsfeld zu etablieren. Dr. Marina Christodoulou ist genau dieser Meilenstein gelungen. Die Forschungsarbeit hat durch angesehene Ernennungen und wettbewerbsintensive Auswahlverfahren bedeutende internationale Anerkennung erfahren, darunter ein Forschungsaufenthalt (Visiting Fellowship) an der European Philosophy of Science Association (University of Exeter) im Jahr 2023, Nominierungen für Forschungsstipendien am Centre of Advanced Studies Iméra (Aix-Marseille Université) und an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Jahr 2024 sowie die Aufnahme in die engere Auswahl (Shortlistings) für das ÖAW Post-DocTrack-Stipendium 2023 und das APART-GSK-Forschungsstipendium 2025.
Mit der „Ontologisch-Existenziellen Erschöpfung“ greift Dr. Christodoulou eine fundamentale Krisenerfahrung der Spätmoderne auf, die weit über psychologische Diagnosen wie das klassische Burnout hinausgeht. Das Konzept beschreibt eine fundamentale Erschöpfung, die nicht nur im Sein stattfindet (being-tired), sondern eine existenzielle Müdigkeit mit und von dem Sein selbst ausdrückt (tired-of-being).
Es bezeichnet einen Zustand der völligen Entleerung, in dem dem menschlichen Subjekt nicht nur die Kraft zum Handeln fehlt, sondern auch der gesamte Horizont für mögliche Veränderungen wegbricht. Auf metaphysischer Ebene stellt Dr. Christodoulou diese existenzielle Erschöpfung der fundamentalen Bindung an das Leben gegenüber – einer inhärenten Lebensabhängigkeit (“Ontological addiction”, das Thema ihrer Abschlussarbeit). Wenn diese Lebensbejahung durch wiederkehrende systemische oder existentielle Krisen erodiert, schlägt sie in eine tiefe, ontologische Erschöpfung um.
„Traditionelle psychologische Diagnosen greifen oft zu kurz, um die strukturelle Tiefe der gegenwärtigen Erschöpfung zu erfassen. Die ‚Ontologisch-Existenzielle Erschöpfung‘ verschiebt den Fokus von einem bloßen ‚Müdesein‘ hin zu einem fundamentalen ‚Müde-vom-sein‘ – einem Zustand, in dem die inhärente Lebensbejahung unter wiederkehrenden systemischen Krisen erodiert. Dieser theoretische Rahmen erlaubt es uns, die Spätmoderne nicht nur anhand individueller Symptome zu analysieren, sondern als tiefere metaphysische Krise. Das eröffnet der Kritischen Theorie und den Geisteswissenschaften neue Wege, um auf das globale Unbehagen zu reagieren,” so Dr. Christodoulou.
Dass dieses Thema den Nerv der Zeit trifft, zeigte sich bereits beim internationalen Call for Papers für das Projekt: Das Interesse sowohl von etablierten Spitzenforschenden als auch vom akademischen Nachwuchs war überwältigend.
Editorischer Erfolg in der internationalen Top-Liga
Der renommierte Verlag Taylor & Francis widmet diesem Diskurs nun eine vollständige Ausgabe der hochangesehenen Q1-Zeitschrift Angelaki: Journal of the Theoretical Humanities (Ausgabe 31/2). Dr. Christodoulou zeichnet hierbei nicht nur für die Einleitung, das Vorwort und den Hauptartikel verantwortlich, sondern wurde vom Commissioning Editor auch als alleinige Gast-Herausgeberin (Guest Editor) ausgewählt.
„Es ist eine außerordentliche Ehre, zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere ein solches Volumen herauszugeben – insbesondere, weil das gesamte Heft auf einem von mir selbst geschaffenen Konzept basiert“, so Dr. Christodoulou.
Langfristige Forschungsagenda und Buchverträge
Die Veröffentlichung des Journal-Hefts ist erst der Auftakt für eine langfristige internationale Forschungsagenda. In wenigen Monaten wird die Ausgabe als gebundenes Buch in der hochkarätigen Reihe Angelaki: New Work in the Theoretical Humanities bei Routledge neu aufgelegt.
Aufgrund des anhaltenden, enormen Interesses hat die Redaktion von Angelaki bereits einen zweiten Band in Auftrag gegeben. Dieser wird derzeit von Dr. Christodoulou als erweiterter Doppelband vorbereitet und voraussichtlich in einem Jahr erscheinen. Zudem sicherten sich bereits weitere internationale Top-Verlage und Fachzeitschriften über Exklusivverträge Folgepublikationen zu diesem neuen geisteswissenschaftlichen Kernkonzept, darunter Human Studies, Routledge und Bloomsbury.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Marina Christodoulou | Lecturer in Philosophy
mchristodo@constructor.university
Originalpublikation:
https://constructor.university/news/rethinking-burnout-constructor-university-researcher-sparks-global-debate-contemporary
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