Wie reagiert unser Immunsystem auf entzündliche Erkrankungen? | 43. Blankenese-Konferenz
Wie kommunizieren Gewebe und Immunsystem – und warum gerät dieses Zusammenspiel bei entzündlichen Erkrankungen aus dem Gleichgewicht? Diese Fragen stehen im Zentrum der 43. Blankenese-Konferenz zum Thema „Gewebe-Immun-Interaktionen bei entzündlichen Erkrankungen“, die vom 31. Mai bis 3. Juni international führende Wissenschaftler:innen im Elsa-Brändström-Haus in Hamburg zusammenbringt.
Wechselwirkungen zwischen den Organen im Körper und dem Immunsystem spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt der Gesundheit und die Steuerung der körpereigenen Reaktion auf Infektionen, Verletzungen oder chronische Entzündungen. Wenn diese Wechselwirkungen aus dem Gleichgewicht geraten, kann dies zu entzündlichen Erkrankungen und Immunpathologien führen. Das Verständnis, wie Organe mit Immunzellen kommunizieren und diese anweisen, wie Gewebe entzündlichem Stress widerstehen oder ihn verstärken und wie regulatorische Netzwerke das Gleichgewicht aufrechterhalten, ist von zentraler Bedeutung. Darauf basierend können die Pathomechanismen aufgeklärt werden, die das Entstehen und die Chronizität von Entzündungserkrankungen bestimmen.
Im Fokus der 43. Blankenese-Konferenz stehen deshalb neueste Erkenntnisse zur Rolle von Gewebe-Immun-Interaktionen bei der Entstehung und Chronifizierung von Erkrankungen sowie deren Potenzial für innovative Therapieansätze. Die Konferenz bietet eine hochkarätige Plattform für interdisziplinären Austausch zwischen Grundlagenforschung und klinischer Medizin. Das Programm vereint Expertise aus Immunologie, Neurobiologie und Gewebeforschung und setzt gezielt Impulse für zukünftige translationale Ansätze.
Organisiert wird die Blankenese Konferenz in diesem Jahr von Prof. Dr. Lidia Bosurgi aus der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Dr. Manuel Friese, Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose des UKE, sowie Prof. Dr. Samuel Huber, Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik des UKE. „Wir freuen uns, die diesjährige Blankenese Konferenz zu organisieren, um den fachübergreifenden Austausch zu Gewebe-Immun-Interaktionen zu fördern. Unser Ziel ist es, innovative Ansätze in der Forschung voranzutreiben und neue Impulse für die Behandlung entzündlicher Erkrankungen zu setzen,“ sagt Prof. Dr. Friese stellvertretend für das Organisationsteam.
Blankenese Konferenz
Die 1979 von den Biochemikern des UKE Prof. Dr. Dietmar Richter und Prof. Dr. Gebhart Koch gegründete Konferenz zählt heute zu den etablierten internationalen Foren für molekulare und translationale Medizin. Seit 2024 wird die Konferenzreihe vom UKE gemeinsam mit der JUNG-Stiftung für Wissenschaft und Forschung (https://jung-stiftung.de) durchgeführt. Die in Hamburg ansässige Stiftung setzt sich für die Förderung von Spitzenleistungen in der medizinischen Forschung ein und vergibt jährlich drei renommierte Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen. Sie feiert in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen des ‚Jung-Preises für Medizin‘. Wie in den zurückliegenden Jahren, werden auch dieses Jahr zwei von der Jung-Stiftung ausgezeichnete Wissenschaftler, Prof. Dr. Jens Brüning, Köln, und Prof. Dr. Hans Clevers, Utrecht, ihre aktuellen Forschungsergebnisse im Rahmen der Konferenz vorstellen.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Eckart Gundelfinger
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Otto von Guericke-Universität (OVGU) Magdeburg
eckart.gundelfinger@med.ovgu.de
Weitere Informationen:
https://Weitere Informationen: https://blankenese-conferences.eu/conference-2026/
Ähnliche Pressemitteilungen im idw