Einfluss des Klimawandels auf die psychische Gesundheit: Webinar von Leopoldina und Südafrikanischer Akademie
Extreme Hitze, Naturkatastrophen, Ernährungsunsicherheit: Dass der Klimawandel gravierende Folgen für die körperliche Gesundheit des Menschen hat, ist bekannt. Vielerorts werden Erkenntnisse aus der Wissenschaft genutzt, um Anpassungsstrategien zu entwickeln. Doch was ist mit der Psyche? Die Forschung in diesem Gebiet steht bisher noch am Anfang. So fehlt es in der Klima-, Gesundheits- und Entwicklungspolitik auch an Strategien zur Vorsorge und Therapie. Um auf das Forschungsfeld aufmerksam zu machen, eröffnen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Südafrikanische Akademie der Wissenschaften (ASSAf) am Dienstag, 9. Juni in einem Webinar die Diskussion.
Leopoldina International Virtual Panel (LIVP) – in Kooperation mit der Südafrikanischen Akademie der Wissenschaften (ASSAf)
„From Planetary Change to Psychological Impact: Understanding and Responding to the Mental Health Effects of Climate Change“
Dienstag, 9. Juni 2026, 12:00 bis 13:15 Uhr
Online via Zoom
Klimabedingte Belastungsfaktoren können die psychische Gesundheit sowohl direkt als auch indirekt beeinflussen. Sie stehen häufig in Wechselwirkung mit bereits bestehenden sozialen Ungleichheiten und erhöhen die Verwundbarkeit ohnehin schon marginalisierter Bevölkerungsgruppen. In dem Webinar geben Expertinnen und Experten aus Medizin, Psychologie und Geografie einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und psychischer Gesundheit. Zudem diskutieren sie spezifische interdisziplinäre Perspektiven aus Südafrika und Deutschland und erörtern, welche Aspekte der psychischen Gesundheit in Klima- und Gesundheitsstrategien integriert werden könnten. An dem Panel beteiligen sich:
• Prof. Dr. Caradee Wright, South African Medical Research Council, Pretoria/Südafrika
• Prof. Dr. Frauke Kraas, Universität zu Köln
• Prof. Dr. Simone Kühn, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
• Prof. Dr. Tholene Sodi, University of Limpopo in Polokwane/Südafrika
Das Webinar richtet sich an alle fachlich Interessierten. Es findet online via Zoom und in englischer Sprache statt. Zu mehr Informationen zur Veranstaltung sowie zum Link zur erforderlichen Anmeldung: https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/veranstaltungen/detail/from-planetary-change-to-psychological-impact-understanding-and-responding-to-the-mental-health-effects-of-climate-change
Das Webinar findet in Vorbereitung auf den gemeinsamen Workshop „Climate Change and Mental Health: Comparative Risk Pathways, Vulnerability, and Resilience” statt, den ASSAf und Leopoldina vom 8. bis 10. September in Südafrika veranstalten: https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/veranstaltungen/detail/climate-change-and-mental-health-comparative-risk-pathways-vulnerability-and-resilience
Die Leopoldina arbeitet eng mit der Südafrikanischen Akademie der Wissenschaften (ASSAf) zusammen. Gemeinsam fördern sie den wissenschaftlichen Austausch, organisieren Symposien und Workshops und wirken in internationalen Netzwerken mit. Weitere Informationen: https://www.leopoldina.org/aufgaben/vernetzen/globale-partner/suedafrika
Journalistinnen und Journalisten, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, melden sich bitte per E-Mail unter presse@leopoldina.org an.
Alle Veranstaltungen der Leopoldina International Virtual Panel Reihe (YouTube): https://www.youtube.com/playlist?list=PLaCuDJ8AkAoMm2LcRTOEImcfW2L3IcBiJ
Medienkontakt:
Sonja Kastilan
Leiterin der Abteilung Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 (0)345 472 39-800
E-Mail: presse@leopoldina.org
Über die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina:
Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In diesen Veröffentlichungen werden Handlungsoptionen aufgezeigt, zu entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik. Die Expertinnen und Experten, die Stellungnahmen verfassen, arbeiten ehrenamtlich und ergebnisoffen. Die Leopoldina vertritt die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der wissenschaftsbasierten Beratung der jährlichen G7- und G20-Gipfel. Sie hat rund 1.700 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und vereinigt Expertise aus nahezu allen Forschungsbereichen. Sie wurde 1652 gegründet und 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Die Leopoldina ist als unabhängige Wissenschaftsakademie dem Gemeinwohl verpflichtet.
Weitere Informationen:
https://www.leopoldina.org/
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