Eröffnung der erweiterten Hochschulbibliothek der Hochschule Stralsund
Wissenschaftsministerin Bettina Martin, Staatliches Amt für Bau und Liegenschaften Greifswald und Hochschule geben offiziell die grunderneuerten 1800 m² für die Studierenden und Nutzer*innen frei
Die Hochschule hat am 1. Juni feierlich mit Schüsselübergabe, traditionellem Banddurchschnitt und Führungen ihre neue Bibliothek eröffnet. Zwischen November 2023 und April 2026 war das Bestandsgebäude mit Sundblick auf dem Campus um einen Erweiterungsneubau ergänzt worden. Auf 1.800 m² Nutzfläche stehen den rund 1800 Studierenden der Hochschule Stralsund jetzt insgesamt 179 Arbeitsplätze für unterschiedliche Lern-, Lese- und Arbeitsformen zur Verfügung – gekennzeichnet durch offene Lernlandschaften mit Freihandbereichen, Kommunikationszonen, Offenen Arbeits-Cubes sowie Einzel- und Gruppenarbeitsräumen.
Der Rektor der Hochschule Stralsund, Prof. Dr. Ralph Sonntag, zeigte sich dankbar – gegenüber den vielen Wegbegleiter*innen der neuen Hochschulbibliothek
• dem Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald, das den Bau im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern übernahm,
• den Warnkross Architekten aus Stralsund, die dem Bau die moderne helle Gestaltung verliehen,
• den beauftragten Firmen gegenüber, die zu 93 Prozent stammen aus MV stammen
• und gegenüber der Politik.
Die neue Bibliothek sei eine Investition, die sich lohnt – „für die Studierenden und uns alle als Gesellschaft“, sagte Prof. Dr. Ralph Sonntag. Bildung sei ein Fundament für Demokratie. Und: „Die neue Bibliothek steht jedem offen.“
Die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern, Bettina Martin, hielt ein Grußwort zur feierlichen Eröffnung. Sie skizzierte Bibliotheken als "dritten Ort", also als Orte, die als soziale und kulturelle Zentren fungieren, in denen Gemeinschaft und Wissensaustausch gefördert werden. „Ich bin mir sehr sicher, dass diese moderne Bibliothek diesem Anspruch gerecht wird“, erklärte sie. Die Hochschule habe sich mit ihren drei Fakultäten ein unverwechselbares Profil erarbeitet – mit innovativen Studiengängen und einem bemerkenswerten Anteil internationaler Studierender (rund 24 Prozent), die für das Land zunehmend wichtiger würden.
In einem Podiumsgespräch begegneten anlässlich der Eröffnung Jens Ladisch, Prorektor für Forschung und Entwicklung der Hochschule Stralsund, und Greta-Estelle Kösterke, Co-Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses, als Moderierende Stephan Aufdermauer, Amtsleiter des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Greifswald, Adrian Stahl, Dezernent Zentrale Dienste und Liegenschaften an der Hochschule Stralsund, Andrea Glöckner, als Leiterin der Hochschulbibliothek, und Diana Galieva. Die Studentin vertrat als zweite Co-Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses die Nutzer*innen der ersten Reihe, die Studierenden. Ihr Lieblingsort in der Bibliothek werde vermutlich der 24h-Stunden-Bereich, verriet sie. Hier können Studierende durchgängig – und dem eigenen Rhythmus entsprechend lernen. Weitere Kennzeichen der neuen Bibliothek sind die Walkolutions, Arbeitsplätze mit Laufbändern an höhenverstellbaren Tischen, ein Kinderbereich passend zum familienfreundlichen Konzept der Hochschule und mit den abschließbaren Cubes ruhige Lernorte. „Die Bibliothek ist ein wunderbarer Ort auf dem Campus zum Lernen und zum Arbeiten“, sagte Leiterin Andrea Glöckner. Eine der obersten Prämissen für den Bau war die Nachhaltigkeit – die sich auch in der Innenraumgestaltung, inspiriert vom „Küstenwald“ mit Holzverkleidungen und grünem Linoleumboden, widerspiegelt.
25.000 gedruckte Bände befinden sich im Freihandbestand, 18.000 gedruckte Bände im Magazin. Dazu kommen 55 gedruckte Fachzeitschriften sowie 71.000 E-Books und 6.752 elektronische Zeitschriften. Der Neubau ergänzt das historische Bibliotheksgebäude, das 1935/36 als Kasernengebäude errichtet worden war. Der Campus war zuvor Standort der Offiziershochschule der Volksmarine und später der Marineschule Stralsund. Mit der Gründung der Hochschule Stralsund 1991 wurde das Gelände schrittweise modernisiert und erweitert. Seit 1996 wird es als Hochschulbibliothek genutzt. Während der Bauzeit konnte die Hochschule mit der Bibliothek auf Räumlichkeiten in Campusnähe im Berufsförderungswerk Stralsund ausweichen. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsneubau belaufen sich auf ca. 5,3 Millionen Euro. Bauherr war das Land M-V.
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