Über neun Millionen US-Dollar für die Parkinson-Forschung in München und Oxford
Ein internationales Forschungskonsortium, bestehend aus der Neurologischen Klinik des LMU Klinikums München, dem Max-Planck-Institut in Martinsried und der Universität Oxford, hat eine Förderzusage in Höhe von über neun Millionen US-Dollar von Aligning Science Across Parkinson's (ASAP) erhalten – in Partnerschaft mit der The Michael J. Fox Foundation for Parkinson’s Research (MJFF). Die Teams werden dem Collaborative Research Network (CRN) von ASAP beitreten; einem internationalen, multidisziplinären und institutionenübergreifenden Netzwerk, das sich der Beantwortung vorrangiger Forschungsfragen zur Parkinson-Krankheit widmet.
Prof. Dr. Günter Höglinger, Prof. Dr. Franziska Hopfner und Dr. Alexander Bernhardt von der Neurologischen Klinik des LMU Klinikums München spielen eine Schlüsselrolle in dieser Initiative. Zu den Partnern des Forschungskonsortiums gehören zudem Prof. Dr. Matthias Mann vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried sowie Prof. Laura Parkkinen von der Universität Oxford.
Das Projekt zielt darauf ab zu verstehen, warum die Parkinson-Krankheit von Patient zu Patient einen so variablen Verlauf nimmt – trotz des Vorliegens ähnlicher klinischer Merkmale. Diese Variabilität wird zusätzlich dadurch erschwert, dass etwa jeder dritte Parkinson-Patient auch an weiteren Hirnerkrankungen leidet – wie etwa der Alzheimer-Krankheit oder vaskulärer Demenz –, was das Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen und sowohl Diagnose als auch Behandlung erschweren kann.
Konkret wird sich das Projekt darauf konzentrieren, jene molekularen Faktoren zu identifizieren, die bestimmen, wie sich Alpha-Synuclein – ein Protein, das im Gehirn von Parkinson-Patienten aggregiert – ausbreitet und Schäden verursacht. Das Team wird Proben von Hirngewebe, Hirnflüssigkeit, Blut und Haut analysieren, um die Mechanismen aufzudecken, die dieser Proteinaggregation zugrunde liegen.
"Jeder Parkinson-Patient ist anders – in seinen Symptomen, seinem Krankheitsverlauf und seinem Ansprechen auf die Behandlung. Wir wollen verstehen, warum das so ist", sagt Prof. Matthias Mann. "Indem wir das gesamte Spektrum der Proteine in Patientenproben messen, können wir die spezifischen molekularen Muster identifizieren, die der Erkrankung jedes einzelnen Patienten zugrunde liegen. Dies bildet die Grundlage für eine frühere Diagnose, eine bessere Verlaufsbeobachtung und Behandlungen, die an der eigentlichen Ursache ansetzen, anstatt lediglich die Symptome zu behandeln."
"Diese Förderung unterstreicht die internationale Bedeutung der beteiligten Forschungszentren und zielt langfristig darauf ab, einen Beitrag zur personalisierten Medizin bei Morbus Parkinson zu leisten", betont Prof. Günter Höglinger. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, bessere Biomarker für die Früherkennung und Krankheitsüberwachung zu entwickeln sowie potenzielle neue Zielstrukturen zu identifizieren, die zur Entwicklung neuer Medikamente führen könnten.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Günter Höglinger
Direktor der Neurologischen Klinik
LMU Klinikum München
Campus Großhadern
Tel: +49 89 4400-72571
E-Mail: guenter.hoeglinger@med.uni-muenchen.de
Weitere Informationen:
https://www.lmu-klinikum.de/newscenter/newsmeldungen/uber-neun-millionen-us-dollar-fur-die-parkinson-forschung-in-munchen-und-oxford/d24fd183cf5f3280
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