Vortrag: Krise der Demokratie?
Angesichts des Aufstiegs populistischer Bewegungen, der Wahlerfolge rechter Parteien und der abnehmenden Bindekraft klassischer Volksparteien ist seit geraumer Zeit von einer „Krise der Demokratie“ die Rede. Wie neu ist diese Diagnose und welche Befunde stecken dahinter? Dieser Frage geht in einem Vortrag die Heidelberger Zeithistorikerin Prof. Dr. Silke Mende nach. Ihr Beitrag ist Teil der Ruperto Carola Ringvorlesung „Wehrhafte Demokratie – Resilienz, Sicherheit, Verteidigung“, zu der die Universität Heidelberg in diesem Sommersemester einlädt.
Pressemitteilung
Heidelberg, 3. Juni 2026
Vortrag: Krise der Demokratie?
In der Ruperto Carola Ringvorlesung spricht die Zeithistorikerin Silke Mende über die Debatten, die diese Diagnose prägen
Angesichts des Aufstiegs populistischer Bewegungen, der Wahlerfolge rechter Parteien und der abnehmenden Bindekraft klassischer Volksparteien ist seit geraumer Zeit von einer „Krise der Demokratie“ die Rede. Wie neu ist diese Diagnose und welche Befunde stecken dahinter? Dieser Frage geht in einem Vortrag die Heidelberger Zeithistorikerin Prof. Dr. Silke Mende nach. Ihr Beitrag ist Teil der Ruperto Carola Ringvorlesung „Wehrhafte Demokratie – Resilienz, Sicherheit, Verteidigung“, zu der die Universität Heidelberg in diesem Sommersemester einlädt. Die Veranstaltung „Krise der Demokratie? Zeithistorische Schlaglichter auf eine (nicht nur) aktuelle Debatte“ mit Prof. Mende findet am Montag, 8. Juni 2026, in der Aula der Alten Universität statt; Beginn ist um 18.15 Uhr.
Mehr noch als durch die wissenschaftliche Analyse sind Diagnosen einer „Krise der Demokratie“ durch Auseinandersetzungen in Politik, Gesellschaft und Medien geprägt – und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen Ländern Europas und darüber hinaus, wie die Referentin betont. In ihrem Vortrag wird sie diese Debatten aus einer zeithistorischen Perspektive betrachten und sie in einen historischen Kontext setzen. Silke Mende ist Professorin für Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Ihre Forschungsinteressen liegen in der deutschen, französischen und westeuropäischen Geschichte des „langen 20. Jahrhunderts“, mit Schwerpunkten auf der Zeitgeschichte nach 1945 sowie aktuell der Demokratiegeschichte des zeitgenössischen Europas.
Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen. Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite Öffentlichkeit herantragen. In der aktuellen Reihe befassen sich Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven mit den vielschichtigen Herausforderungen, vor denen Demokratien heute stehen. Anliegen der Ringvorlesung ist es, mit der interessierten Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen und gemeinsam über die Zukunft unseres demokratischen Zusammenlebens nachzudenken.
Der Veranstaltung mit Prof. Mende folgen fünf weitere Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Heidelberg und Tübingen. Sie sprechen über die verfassungsrechtlichen Grundlagen der wehrhaften Demokratie, die Auswirkungen von Verschwörungstheorien oder die Bedeutung von Demokratiebildung. Die Veranstaltungen finden montags in der Aula der Alten Universität statt. Beginn ist jeweils um 18.15 Uhr. Aufzeichnungen der Beiträge sind zu einem späteren Zeitpunkt abrufbar auf heiONLINE, dem zentralen Portal der Universität Heidelberg mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Veranstaltungen in digitalen Formaten.
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