Mit dem Segelboot ins Erasmus-Semester: TU-Student setzt auf nachhaltiges Reisen
Die TU Berlin würdigt Mathematikstudent Gero Schmekel im Rahmen der bundesweiten Erasmus+-Aktion „#OneInOneMillion“
Wer zum Auslandssemester aufbricht, steigt meist in Zug oder Flugzeug. Der Mathematikstudent Gero Schmekel von der Technischen Universität Berlin wählt einen anderen Weg: Er wird einen Teil seiner Reise zum Erasmus+-Studium in Norwegen auf einem Segelboot zurücklegen.
Im akademischen Jahr 2026/27 studiert Schmekel an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim. Gemeinsam mit Freund*innen plant er, im Sommer entlang der norwegischen Küste nach Norden zu segeln und so den Weg zu seinem Studienort möglichst nachhaltig zu gestalten.
Green Travel: Mit dem Segelboot nach Trondheim
„In letzter Zeit bin ich viel gesegelt, und gemeinsam mit Freund*innen kam die Idee auf, ob die Anreise auch per Segelboot möglich wäre“, erzählt Schmekel. „Da wir ohnehin schon länger den Wunsch hatten, Richtung Norden zu segeln, entstand daraus die Überlegung, mich sozusagen direkt zu meinem Erasmus-Semester zu bringen.“
Für den TU-Studenten ist die Reise weit mehr als ein Transportmittel. Sie markiert den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. „Die Reise gibt mir Zeit, mich auf das einzustellen, was kommt. Wenn wir in Trondheim anlegen, hat mein Erasmus-Semester eigentlich schon begonnen“, sagt er. Zwar dauere die Anreise deutlich länger als mit konventionellen Verkehrsmitteln, dafür werde der Weg selbst Teil der Erfahrung.
Faszination Norden als Studienziel
Auch die Wahl seines Studienortes ist eng mit seiner Begeisterung für den Norden verbunden. „Skandinavien und die Nähe zum Wasser haben mich schon immer fasziniert – besonders die Landschaft, das kühlere Klima und die lange Küste Norwegens“, sagt Schmekel. Bei der Suche nach einer Partnerhochschule der TU Berlin habe er deshalb vor allem Universitäten in Schweden und Norwegen in den Blick genommen.
Mit seiner Geschichte steht Gero Schmekel stellvertretend für eine von inzwischen einer Million Erasmus+-Biografien aus Deutschland. Anlässlich dieses Meilensteins beteiligt sich die TU Berlin an der bundesweiten Aktion „#OneInOneMillion“ der Nationalen Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (NA DAAD). Die Kampagne macht sichtbar, dass hinter den Zahlen des europäischen Austauschprogramms individuelle Bildungswege, persönliche Erfahrungen und besondere Geschichten stehen.
Erasmus+ verbindet Europa seit fast 40 Jahren
Seit dem Start von Erasmus im Jahr 1987 haben europaweit mehr als 17 Millionen Studierende und Hochschulangehörige am Programm teilgenommen. Die TU Berlin ist seit mehr als 30 Jahren Erasmus+-Hochschule und hat allein in den vergangenen zehn Jahren knapp 5.000 Studierende bei einem Auslandsaufenthalt gefördert.
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Amelie Krüger
Technischen Universität Berlin
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