Wie Krisen unsere Regionen verändern: IfL startet neues Forschungsprogramm
Geopolitische Konflikte, Transformationsanforderungen, wirtschaftliche Umbrüche und Migration verändern Europas Regionen tiefgreifend und oft schneller, als Politik und Planung darauf reagieren können. Das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) startet deshalb ein neues Forschungsprogramm: Unter dem Titel „Geographien im Umbruch“ untersuchen Forschende, wie sich solche Veränderungen konkret in Städten und Regionen niederschlagen.
Im Fokus steht, wie sich Umbrüche vor Ort zeigen – etwa durch Strukturwandel, neue Migrationsdynamiken oder ungleiche regionale Entwicklungen – und wie diese Prozesse gesellschaftlich ausgehandelt werden. Zudem geht es um die Frage, wie geographisches Wissen entsteht und welche Rolle es für politische Entscheidungen spielt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf Mittel- und Osteuropa. Hier kann das IfL auf langjährige Forschung zu Transformationsprozessen seit den 1990er-Jahren aufbauen.
„Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie stark räumliche Strukturen und raumbezogene Praktiken unter Druck geraten und sozialräumliche Verhältnisse neu ausgehandelt werden“, sagt Institutsdirektorin Prof. Dr. Judith Miggelbrink. „Unsere Erfahrung hilft uns, diese Dynamiken besser zu verstehen und einzuordnen.“
Mit dem Programm will das IfL geographische Grundlagenforschung betreiben, forschungsnahe Transferprozesse gestalten und damit Impulse für Politik, Planung und öffentliche Debatten geben. Es bildet die Grundlage für zukünftige Forschungsprojekte und Kooperationen.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Judith Miggelbrink
direktorin@leibniz-ifl.de
Weitere Informationen:
https://leibniz-ifl.de/fileadmin/Redaktion/Forschung/ifl_mfp5_kurzfassung.pdf – Kurzfassung des Forschungsprogramms (PDF)
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