Die Zukunft der europäischen Wissenschaft: Gemeinsame Konferenz der Leopoldina und des Europäischen Forschungsrats
Um die wissenschaftliche Exzellenz und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu stärken und Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln, setzt die Europäische Union Forschungs- und Innovationsprogramme auf. Das aktuelle Forschungsrahmenprogramm, Horizon Europe, endet 2027. Derzeit wird das Nachfolgeprogramm für die Periode 2028 bis 2034 verhandelt, das Framework Programme 10 (FP10). Die Europäische Kommission hat dafür ein Budget von 175 Milliarden Euro vorgeschlagen. Am Montag, 29. Juni veranstalten die Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Europäische Forschungsrat eine Konferenz in Brüssel, um Impulse für die Ausgestaltung von FP10 zu geben.
Internationale Konferenz in Kooperation mit dem Europäische Forschungsrat (ERC)
„Towards the European Fifth Freedom and Global Competition: Voices from Science“
Montag, 29. Juni 2026, 12:00 Uhr bis 20:30 Uhr
European Research Council und online
Covent Garden, Place Rogier 16, 1210 Brüssel/Belgien
Nach der Begrüßung durch ERC-Präsidentin Prof. Dr. Maria Leptin und Leopoldina-Präsidentin Prof. Dr. Bettina Rockenbach diskutieren internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik Impulse für FP10, den Nachfolger von Horizon Europe. Ziel ist ein direkter und lösungsorientierter Austausch darüber, wie Europa seinen Führungsanspruch in Wissenschaft und Technologie einlösen kann. Im Mittelpunkt stehen Impulse für Bürokratieabbau, mehr Flexibilität, größere Wirkung und eine fairere Förderung. Zudem geht es darum, Wissenschaftsfreiheit als „Fünfte Freiheit“ der EU zu stärken und damit die Grundlage für eine neue wissensbasierte Ökonomie zu schaffen. Diskutiert werden auch die bessere Verzahnung nationaler Politiken mit EU-Initiativen sowie die Rolle internationaler Wissenschaftskooperation in Zeiten geopolitischer Herausforderungen. An den Gesprächsrunden beteiligen sich daher auch hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Universitäten und Akademien aus dem Vereinigten Königreich, Japan, Indien und der Türkei.
Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehören unter anderem Ekaterina Zaharieva (GERB), EU-Kommissarin für Startups und für Forschung und Innovation, Dr. Enrico Letta (Partito Democratico), ehemaliger Ministerpräsident Italiens, Dr. Christian Ehler (CDU), Mitglied des Europäischen Parlaments, die Mathematikerin und Fields-Medaillengewinnerin Prof. Dr. Maryna Viazovska, der Innovationsforscher Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. und die Medizinerin Prof. Dr. Severine Vermeire.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des European Research Council (ERC) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Partner der Veranstaltung sind die Nationalakademien der Niederlande, der Slowakei, Finnlands und Zyperns.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Die Konferenzsprache ist Englisch. Für die persönliche Teilnahme vor Ort ist eine Akkreditierung bis Donnerstag, 18. Juni erforderlich. Zum vollständigen Programm und zum Anmeldelink: https://www.leopoldina.org/ergebnisse-und-termine/veranstaltungen/detail/towards-the-european-fifth-freedom-and-global-competition-voices-from-science
Die Konferenz kann auch im Livestream verfolgt werden: https://webcast.ec.europa.eu/voices-from-science-2026-06-29
Journalistinnen und Journalisten, die an den Veranstaltungen teilnehmen möchten, melden sich bitte per E-Mail unter presse@leopoldina.org an.
Medienkontakt:
Sonja Kastilan
Leiterin der Abteilung Wissenschaftskommunikation
Tel.: +49 (0)345 472 39-800
E-Mail: presse@leopoldina.org
Über die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina:
Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina unabhängige wissenschaftsbasierte Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dazu erarbeitet die Akademie interdisziplinäre Stellungnahmen auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. In diesen Veröffentlichungen werden Handlungsoptionen aufgezeigt, zu entscheiden ist Aufgabe der demokratisch legitimierten Politik. Die Expertinnen und Experten, die Stellungnahmen verfassen, arbeiten ehrenamtlich und ergebnisoffen. Die Leopoldina vertritt die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der wissenschaftsbasierten Beratung der jährlichen G7- und G20-Gipfel. Sie hat rund 1.700 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und vereinigt Expertise aus nahezu allen Forschungsbereichen. Sie wurde 1652 gegründet und 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Die Leopoldina ist als unabhängige Wissenschaftsakademie dem Gemeinwohl verpflichtet.
Weitere Informationen:
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