Presseeinladung: Podiumsdiskussion zur politischen Lage in den USA
Zum Anlass des 250-jährigen Jubiläums der amerikanischen Unabhängigkeit diskutieren am 13. Juli an der Universität zu Köln internationale Forschende zur politischen Zukunft des Landes
250 Jahre „Independence Day“: Einst wegweisend für die modernen Menschenrechte, fällt das Erbe der Unabhängigkeitserklärung heute in eine Zeit großer politischer Umbrüche, die die amerikanische Demokratie erschüttern. Aus diesem Anlass veranstaltet das Erich Auerbach Institute for Advanced Studies der Universität zu Köln die Podiumsdiskussion „Quo vadis USA?: Democracy and Authoritarianism“. Zum Thema MAGA-Bewegung, Trumpismus und die Krise der Demokratie diskutieren die vielfach ausgezeichneten Politikwissenschaftler Steven Levitsky (Harvard) und Lucan Ahmad Way (Toronto), die als Distinguished Fellows am Erich Auerbach Institute zu Gast sind. Sie diskutieren mit der Sozialphilosophin Rahel Jaeggi (HU Berlin) und dem Faschismusforscher Sven Reichardt (Uni Konstanz).
Termin:
Montag, 13. Juli 2026, 18:00 Uhr, Einlass ab 17:45 Uhr
Podiumsdiskussion „Quo vadis USA?: Democracy and Authoritarianism“
Ort: Hörsaal 1, WiSo-Hochhaus, Universitätsstraße 24, 50931 Köln, und per Livestream auf Youtube: https://www.youtube.com/live/cfMWylGC1ME
Die Veranstaltung findet auf Englisch und in Kooperation mit dem AmerikaHaus NRW e.V. statt.
Journalist*innen sind herzlich eingeladen. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme per Email bei Anja Lemke (anja.lemke@uni-koeln.de) an.
Eröffnet von Susanne Zank (Prorektorin der Universität zu Köln) und Anja Lemke (Direktorin des Auerbach-Instituts) wird die von Stephanie Rohde (Deutschlandfunk, NanoTalk, lit.Cologne) moderierte Diskussion die aktuellen Entwicklungen rund um den Unabhängigkeitstag am 4. Juli einordnen. Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Herausforderungen der politischen und akademischen Kultur in den USA und Europa angesichts des Erstarkens rechter Bewegungen und der Aushöhlung rechtsstaatlicher Strukturen in einem transatlantischen Dialog zu beleuchten.
Schon 2018 beschrieben die beiden Harvard-Professoren Steven Levitsky und Daniel Ziblatt in ihrem Bestseller „How Democracies Die“ die Gefahren für die Demokratien und was gegen ihr Sterben getan werden kann. Unter dem Begriff des „kompetitiven Autoritarismus“ untersucht Steven Levitsky diese Frage mit seinem kanadischen Kollegen Lucan Ahmad Way für autoritäre Regime weltweit. Nachdem bislang Länder Lateinamerikas, Afrikas, Asiens und Osteuropas im Mittelpunkt standen, rücken nun die USA ins Zentrum ihres Interesses. „Is America on the Path to Authoritarianism?“ fragen sie, oder genauer: wie weit ist dieser Weg bereits beschritten, ist er reversibel und wenn ja, wie?
Die Antworten variieren je nach Standpunkt und Disziplin: Aus der Perspektive der Zeitgeschichte hat der Faschismusforscher Sven Reichardt für diesen Weg den viel diskutierten Begriff des „Postfaschismus“ geprägt. Mit ihm sollen die gesellschaftlichen, institutionellen und nicht zuletzt ökonomischen Verhältnisse der Gegenwart durch den Blick auf die Gemeinsamkeiten und Differenzen zum europäischen Faschismus Mitte des 20. Jahrhunderts besser beschreibbar werden. Die renommierte Philosophin Rahel Jaeggi stellt die Entwicklung aus der theoretischen Perspektive der Kritischen Theorie in den weiteren Kontext einer allgemeinen Krise des Liberalismus und seiner konzeptionellen Grenzen.
Das Erich Auerbach Institute for Advanced Studies ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung, die Mitglieder der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln und internationale Fellows zusammenbringt, um gemeinsame Projekte an der Schnittstelle von sozialer Wirklichkeit und Geistes- und Kulturwissenschaften zu verfolgen.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Inhaltlicher Kontakt:
Professorin Dr. Anja Lemke
Direktorin des Erich Auerbach Institute for Advanced Studies
+49 221 470 2102
anja.lemke@uni-koeln.de
Weitere Informationen:
https://www.eai.uni-koeln.de
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