DIVI26: „Der Mensch im Mittelpunkt“ – Intensivmedizin zwischen technologischem Fortschritt und Menschlichkeit
Die Intensiv- und Notfallmedizin steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, demografischer Wandel und wirtschaftlicher Druck prägen den Alltag vieler Kliniken und Rettungsdienste. Gleichzeitig eröffnen KI und digitale Technologien neue Möglichkeiten für Diagnostik, Therapie und Versorgung. Wie die moderne Intensiv- und Notfallmedizin den aktuellen Herausforderungen begegnet und den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht werden kann, ist ein zentrales Thema des 26. Kongresses der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. (DIVI).
Der Kongress findet vom 2. bis 4. Dezember 2026 im Congress Center Hamburg (CCH) statt und steht unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“.
„Welche zentrale Rolle die Intensiv- und Notfallmedizin für unsere Gesellschaft spielt, hat die Coronapandemie wie unter einem Brennglas verdeutlicht. Wie in anderen medizinischen Fachdisziplinen auch, kommen viele Teams in der täglichen Arbeit aufgrund des Fachkräftemangels an die Grenzen ihrer Belastbarkeit“, sagt Kongresspräsident Professor Dr. med. Uwe Janssens. „Gerade deshalb wollen wir beim DIVI26 darüber diskutieren, wie wir moderne Medizin fachlich exzellent, ethisch verantwortungsvoll und zugleich menschlich gestalten können.“
Menschlichkeit als Leitmotiv einer Hochleistungsmedizin
Das Kongressmotto versteht sich bewusst als programmatische Orientierung. „Wenn wir vom Menschen im Mittelpunkt sprechen, meinen wir alle im Versorgungsprozess beteiligten Personen: neben den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen auch die Behandelnden; also auch Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen und Rettungsdienstmitarbeitende“, erklärt Rolf Dubb, B.Sc. MA, der ebenfalls Kongresspräsident 2026 ist. „Patientensicherheit, Respekt, Kommunikation und Wertschätzung sind dabei von zentraler Bedeutung.“
KI als Unterstützung – medizinische Entscheidungen bleiben in Ärztehand
Ein Schwerpunkt des DIVI26 wird der Umgang mit neuen Technologien sein. Insbesondere der Einsatz Künstlicher Intelligenz eröffnet neue Perspektiven für Prognose, Diagnostik und klinische Entscheidungsunterstützung. „Gerade in kritischen Situationen wie bei einer Sepsis kann der Einsatz von KI hilfreich sein, um mögliche medizinische Notfälle früh erkennen und abwenden zu können“, betont Janssens. Moderne Technologie sei aber immer nur ein Hilfsmittel zur Entlastung und könne keinesfalls die ärztliche und pflegefachliche Kompetenz ersetzen. „Medizinische Entscheidungen, insbesondere in Grenzsituationen, bleiben immer auch ethische und damit menschliche Entscheidungen.“
Patientenwillen stärker berücksichtigen
Ein weiteres wichtiges Thema des Kongresses wird die vorausschauende Behandlungsplanung sein. Angesichts einer älter werdenden Gesellschaft gewinnt die Frage nach individuellen Behandlungszielen und Patientenwünschen zunehmend an Bedeutung. „Behandlungswünsche, Werte und Grenzen sollten möglichst vor einer akuten Krise besprochen werden“, sagt Janssens. „Advance Care Planning ist deshalb ein wichtiger Baustein einer patientenzentrierten Intensiv- und Notfallmedizin.“
Interprofessionalität als Schlüssel der Zukunft
Der DIVI-Kongress steht traditionell für den Austausch zwischen den unterschiedlichen Professionen der Intensiv- und Notfallmedizin. Die gemeinsame Kongresspräsidentschaft von Uwe Janssens als Internistischem Intensivmediziner und Rolf Dubb als Fachkrankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege steht exemplarisch für diesen interprofessionellen Anspruch. „Moderne Intensiv- und Notfallmedizin funktioniert nur im Team – über Berufsgruppen, Fachdisziplinen und Sektorengrenzen hinweg“, betont Dubb. „Der DIVI-Kongress ist ein Ort, an dem wir voneinander lernen, Erfahrungen teilen und gemeinsam Ideen entwickeln können“, ergänzt Janssens.
Hightech und Humanität zusammendenken
Die beiden Kongresspräsidenten verbindet die Überzeugung, dass die Zukunft der Intensiv- und Notfallmedizin in der Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und Menschlichkeit liegt. Mit dem DIVI26 wollen die Veranstalter eine Plattform schaffen, auf der Erfahrungen, Sorgen und Ideen von Beteiligten aller Berufsgruppen aus der Intensiv- und Notfallmedizin zur Sprache kommen. Ziel ist eine Intensiv- und Notfallmedizin, die auch künftig fachlich exzellent, interprofessionell, ethisch reflektiert und konsequent am Menschen orientiert bleibt.
Über den DIVI26
Der 26. Kongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. (DIVI) findet vom 2. bis 4. Dezember 2026 im Congress Center Hamburg statt. Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ werden mehrere Tausend Teilnehmende aus Intensiv- und Notfallmedizin, Pflege, Rettungsdienst, Wissenschaft, Therapie, Management und Ausbildung erwartet.
Kongresshomepage: https://kongress.divi.de/
Kongress-Pressekonferenzen
Im Fokus der Pressekonferenzen stehen unter anderem folgende Highlight-Themen des Kongresses: die Rolle von KI und neuer Technik in der Intensiv und Notfallmedizin und die Situation der Pflege im Spannungsfeld von Hightech, Personalmangel und Gesundheitsreformen. Im Fokus stehen zudem Themen wie Advance Care Planning, Patientenwünsche am Ende des Lebens und ethische Fragen der Intensiv- und Notfallmedizin. Gerne können Sie sich schon jetzt über die untenstehenden Links für die Veranstaltungen anmelden. Die detaillierten Programme zu den Pressekonferenzen sind derzeit noch in Arbeit.
Vorab-Online-Pressekonferenz zum DIVI26
Termin: Donnerstag, 26. November 11 bis 12 Uhr
Kongress-Pressekonferenz zum DIVI26
Termin: Mittwoch, 2. Dezember 10 bis 11 Uhr
Ihr Kontakt für Rückfragen
Friederike Gehlenborg
Pressestelle des DIVI26
Tel.: +49 711 8931-295
E-Mail: gehlenborg@medizinkommunikation.org
Weitere Informationen:
https://kongress.divi.de/presse
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