Leibniz-Gemeinschaft fördert drei Spitzenwissenschaftlerinnen
Über das Leibniz-Professorinnenprogramm sollen international hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen an Leibniz-Institute in Potsdam, Regensburg und Frankfurt am Main berufen werden.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat über das Leibniz-Professorinnenprogramm rund drei Millionen Euro bewilligt, um drei international hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen zu fördern. Die Forscherinnen sollen an Leibniz-Institute in Potsdam, Regensburg und Frankfurt am Main berufen werden.
Im Leibniz-Professorinnenprogramm können sowohl herausragende Wissenschaftlerinnen für die Leibniz-Gemeinschaft gewonnen als auch bereits an Leibniz-Instituten tätige, exzellente Wissenschaftlerinnen gehalten und bei ihrem nächsten Karriereschritt unterstützt werden. Das Programm trägt damit dazu bei, mehr Spitzenwissenschaftlerinnen für die Leibniz-Gemeinschaft zu gewinnen und langfristig zu binden. Die drei Wissenschaftlerinnen können ab August 2026 über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einer Gesamtsumme von rund drei Millionen Euro gefördert werden. Die Förderung setzt ein abgeschlossenes gemeinsames Berufungsverfahren mit der jeweiligen Hochschule voraus.
Katja Poppenhäger ist bereits am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam tätig und arbeitet an der Entwicklung des Spektrographenmoduls ANDES-UBV. Dieses soll dazu beitragen, Biosignaturen auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachzuweisen. Der hochauflösende Spektrograph ANDES soll am Extremely Large Telescope der Europäischen Südsternwarte installiert werden.
Katharina Höfer soll für das Leibniz-Institut für Immuntherapie in Regensburg gewonnen werden. Die Biochemikerin will Immunzellen des menschlichen Körpers mithilfe moderner RNA-Technologien gezielt neu programmieren, damit sie Krebszellen besser erkennen und wirksam bekämpfen können. Ihre Forschung soll die Grundlage für eine neue Generation personalisierter RNA-Therapien legen.
Josefin Stiller soll für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main gefördert werden. Die Meeresbiologin untersucht, wie Umweltveränderungen über verschiedene Zeiträume hinweg die genetische Vielfalt und Evolution mariner Arten geprägt haben. Ihre Arbeit liefert wichtiges Grundlagenwissen für Biodiversität und Naturschutz.
Hintergrund Leibniz-Professorinnenprogramm:
Das Leibniz-Professorinnenprogramm ist ein Förderprogramm des Leibniz-Wettbewerbs. Es richtet sich an international hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen aller Disziplinen. Ausgewählte Kandidatinnen werden durch eine W2-/W3-Stelle gefördert, die entweder unbefristet oder mit einem Tenure-Track versehen ist und durch Hochschule und Leibniz-Institut gewährleistet wird. Das Programm unterstützt die erfolgreiche Rekrutierung von Spitzenwissenschaftlerinnen und fördert die Anbahnung solcher Berufungen in einer frühen Phase. Vorgeschlagen werden können sowohl externe Kandidatinnen als auch Kandidatinnen aus Leibniz-Instituten. Eine angemessene Grundausstattung wird gewährt. Die Dauer der Förderung beträgt fünf Jahre. Die geförderten Wissenschaftlerinnen erhalten im Rahmen des Leibniz Best Minds-Netzwerks die Möglichkeit zur Vernetzung und Weiterbildung.
www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/leibniz-wettbewerb/leibniz-professorinnenprogramm
Mehr zum Leibniz-Wettbewerb und den geförderten Projekten unter: www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/leibniz-wettbewerb/gefoerderte-vorhaben
Ein Gespräch zum Leibniz-Professorinnenprogramm ist zudem im Magazin „leibniz“ erschienen: www.leibniz-magazin.de/alle-artikel/magazindetail/newsdetails/professorinnenprogramm
Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 – 471
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de
Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, vernetzen sich in übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, insbesondere mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf technologisch relevanter Forschung und aktivem Technologietransfer: Leibniz-Institute bringen innovative Entwicklungen gezielt in die Anwendung und fördern durch Kooperationen mit Wirtschaft und Industrie die Umsetzung neuer Technologien in die Gesellschaft. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 21.400 Personen, darunter 12.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei gut 2,3 Milliarden Euro.
www.leibniz-gemeinschaft.de
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