VBG-Wissenschaftspreis 2026 an THD-Studentin für digitales Präventionskonzept zu zyklusbedingten Beschwerden vergeben
Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) verlieh am Mittwoch, den 8. Juli, in Offenbach den VBG-Wissenschaftspreis 2026 an Linda Öttinger, Studentin der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Ausgezeichnet wurde sie für ihre Bachelorarbeit „Optimierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements: Entwicklung einer Onlineplattform für zyklusbedingte Krankheiten und Beschwerden bei menstruierenden Personen“ im Studiengang Management für Gesundheits-, Sozial- und Rettungswesen.
Das Ziel von Linda Öttingers Arbeit war es, ein digitales Präventionskonzept zu entwickeln, das die Beschwerden menstruierender Personen gezielt adressiert. Als zentraler Baustein des Betrieblichen Gesundheitsmanagements soll die digitale Plattform Informationen bereitstellen, Unterstützungsangebote bündeln und einen niedrigschwelligen Austausch ermöglichen. Gleichzeitig berücksichtigt das Konzept die Bedürfnisse und Kenntnisse von Mitarbeitenden sowie Führungskräften, um verschiedene Zielgruppen individuell anzusprechen. Neben der theoretischen Konzeption entwickelte Öttinger zudem einen funktionsnahen Prototypen der Onlineplattform – einschließlich aussagekräftiger Mock-ups. Sie demonstrierte somit eindrucksvoll das Potenzial einer praxisnahen Umsetzung.
Mit ihrer Bachelorarbeit griff die Studentin ein hochaktuelles und gesellschaftlich relevantes Thema auf. Darüber hinaus leistete sie einen vielversprechenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, der die Reduzierung gesundheitsbedingter Fehlzeiten, die Verbesserung des Arbeitsklimas und die Entlastung von Führungskräften ermöglichen kann. Die Jury würdigte insbesondere den außergewöhnlich hohen wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit sowie deren ausgeprägte Praxisorientierung.
Über den VBG-Wissenschaftspreis
Der VBG-Wissenschaftspreis wurde 2024 im Rahmen der Kooperation der VBG und dem Institut für Betriebliches Gesundheitsmanagement der THD unter der Leitung von Prof. Jasmin Lerach ins Leben gerufen. Ziel des mit 5.000 Euro dotierten Preises ist es, herausragende wissenschaftliche Arbeiten auszuzeichnen, die innovative und praxisrelevante Lösungen für mehr Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt entwickeln.
Der Jury gehörte unter anderem Jasmin Lerach, Professorin für Betriebliches Gesundheitsmanagement an der THD, an, die Linda Öttingers Arbeit aufgrund ihres hohen Innovationsgrades, ihrer wissenschaftlichen Qualität und ihres konkreten Nutzens für die betriebliche Praxis besonders hervorhob. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der VBG Next-Veranstaltung durch Anna Lummer, die den Preis stellvertretend für Prof. Lerach überreichte.
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