Presseeinladung: The Future is Written in Bones - Abendveranstaltung des 25. PPA Meetings
Wessen Knochen, welche Zukunft? Ein Abend mit weltweit führenden Anthropolog:innen im Rahmen des erstmals in Berlin stattfindenden Europäischen Treffens der Paleopathology Association.
Wer gilt als Mensch - und wer entscheidet darüber? Von Museumsdepots bis zu Massengräbern, von alter DNA bis zur Instrumentalisierung der „Abstammung" durch die extreme Rechte: Die Wissenschaft von menschlichen Überresten hat sich still und leise zu einem der politisch brisan-testen Bereiche der Anthropologie entwickelt. Am 5. August diskutieren vier international re-nommierte Wissenschaftler:innen in Berlin darüber, wie anthropologische Entdeckungen ge-macht, missbraucht und umkämpft werden - und was die Disziplin der Öffentlichkeit im Gegen-zug schuldet. Denn Debatten über menschliche Überreste in Museen, die Neudefinition des Be-griffs „Vorfahren" unter genetischen Gesichtspunkten und die politische Instrumentalisierung von Abstammungsansprüchen - von Identitätspolitik bis hin zu nationalistischen Bewegungen - haben den Sprung aus den Fachzeitschriften in die Schlagzeilen geschafft.
Die Podiumsdiskussion wird den gesamten Spannungsbogen der Disziplin abdecken - von der Paläoanthropologie bis zur Museumsethik - und sich dabei um eine einzige, trügerisch einfache Frage drehen:
Was macht jemanden menschlich, fast menschlich oder nicht-menschlich, und wer darf darüber entscheiden?
Das international zusammengesetzte Podium kann zudem die unterschiedlichen Sichtweisen auf den Begriff „Abstammung" auf beiden Seiten des Atlantiks werfen und erörtern, warum Europa von diesen Debatten möglicherweise gar nicht so abgeschottet ist, wie es glaubt.
Es diskutieren:
Agustín Fuentes — Princeton University
Kristina Killgrove — Live Science
Johannes Krause — Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology (MPI-EVA)
Sabrina Sholts — Smithsonian National Museum of Natural History
Jens Notroff (Moderation) – Deutsches Archäologisches Institut
Wann: Am 05. August um 17:30 – 19:00 Uhr
Wo: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin
Einladung zur Abendveranstaltung
Wir laden Medienvertreter:innen herzlich dazu ein, die Abendveranstaltung zu begleiten. Bei Interesse, akkreditieren Sie sich bitte dafür unter Angabe von Namen und zugehörigem Medium
bis 31.07.2026 via Mail an: kommunikation@dainst.de
Über die Tagung
Die alle zwei Jahre stattfindenden europäischen Tagungen der Paleopathology Association findet 2026 zum fünfundzwanzigsten Mal und zum ersten Mal in Berlin statt. An den jeweiligen Ta-gungsorten wird sie durch unterschiedliche Universitäten oder Forschungsinstitute organisiert und durchgeführt, in diesem Jahr vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Kooperation mit der Gesellschaft für Anthropologie (GfA) und der Charité. Die Veranstaltung zieht ein vielfäl-tiges Publikum an, darunter Bioanthropologen, Ärzte, Historiker, Konservatoren und Fachleute für Öffentlichkeitsarbeit. Diese internationale Beteiligung unterstreicht das stetig wachsende weltweite Interesse an diesem Fachgebiet und macht die Tagung zu einer unverzichtbaren Platt-form für die Auseinandersetzung mit den neuesten Forschungsergebnissen zur Gesundheit und zu Krankheiten vergangener Bevölkerungsgruppen sowie zu deren weiterem sozialen und wirt-schaftlichen Kontext.
Die Konferenzsprache wird Englisch sein.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
PD Dr. Julia Gresky, Referentin Anthropologie, stellvertretende Leitung Referat Naturwissenschaften des DAI
Weitere Informationen:
https://www.dainst.org/25th-european-ppa-meeting
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