Hereon übernimmt Führungsrolle im Ozeanprogramm DITTO
Die Intergovernmental Oceanographic Commission der UNESCO bestätigt neue Co-Leitung des Programms „Digital Twins of the Ocean“ bis 2030
Das Helmholtz-Zentrum Hereon übernimmt als eine von vier Institutionen eine führende Rolle in der neuen Governance- und Koordinationsstruktur des Programms Digital Twins of the Ocean (DITTO) im Rahmen der UN-Ozeandekade. Außerdem dabei sind die Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC), Xiamen University in China und Mercator Ocean International aus Frankreich. Die Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC) der UNESCO hat die neue Führungsstruktur offiziell genehmigt und den Anerkennungszeitraum von DITTO bis 2030 verlängert.
DITTO ist ein globales Programm der UN-Decade of Ocean Science for Sustainable Development (2021–2030) und verfolgt das Ziel, digitale Zwillinge der Ozeane (DTOs) zu entwickeln. DTOs führen Beobachtungs- und Satellitendaten, numerische Modelle, Hochleistungsrechner und künstliche Intelligenz in dynamischen digitalen Abbildern mariner Systeme zusammen. Sie ermöglichen es, Veränderungen im Ozean besser zu verstehen und vorherzusagen, unterschiedliche „Was-wäre-wenn“-Szenarien zu untersuchen und wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar für Entscheidungen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Meere verfügbar zu machen.
Zusammenarbeit stärken
Mit der neuen internationalen Co-Leitung wird die wissenschaftliche und strategische Zusammenarbeit innerhalb von DITTO weiter gestärkt. Die vier Partnerinstitutionen bündeln ihre Expertise, um gemeinsame Standards, interoperable digitale Infrastrukturen und wiederverwendbare Arbeitsabläufe zu fördern. Dadurch sollen DTOs weltweit besser zugänglich und für unterschiedliche Regionen und Anwendungsbereiche nutzbar werden.
Technologien zum Schutz der Ozeane
Die Verlängerung von DITTO bis 2030 unterstreicht die wachsende Bedeutung digitaler Technologien für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ozeane. Durch die Bündelung wissenschaftlicher Expertisen aus Europa und Asien soll das Programm einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und zum Management mariner Systeme weltweit leisten.
„Für Hereon bedeutet die neue Rolle eine noch stärkere Beteiligung an der internationalen strategischen Koordination von Forschungsaktivitäten zu digitalen Ozeanmodellen, interoperablen Daten- und Informationssystemen und Vorhersagesystemen“, sagt Dr. Joanna Staneva vom Hereon-Institut für Küstensysteme – Analyse und Modellierung. Sie ist eine der vier Co-Vorsitzenden von DITTO und vertritt Hereon in der neuen internationalen Co-Leitung des Programms. „Gemeinsam mit den Partnerinstitutionen wird unser Zentrum die strategische Weiterentwicklung des Programms und die Umsetzung der nächsten Arbeitsprogramme gestalten.“
Spitzenforschung für eine Welt im Wandel
Das Ziel der Wissenschaft am Helmholtz-Zentrum Hereon ist der Erhaltung einer lebenswerten Welt. Dafür erzeugen rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wissen und erforschen neue Technologien für mehr Resilienz und Nachhaltigkeit – zum Wohle von Klima, Küste und Mensch. Der Weg von der Idee zur Innovation führt über ein kontinuierliches Wechselspiel zwischen Experimentalstudien, Modellierungen und künstlicher Intelligenz bis hin zu Digitalen Zwillingen, die die vielfältigen Parameter von Klima und Küste oder der Biologie des Menschen im Rechner abbilden. Damit wird interdisziplinär der Bogen vom grundlegenden wissenschaftlichen Verständnis komplexer Systeme hin zu Szenarien und praxisnahen Anwendungen geschlagen. Als aktives Mitglied in nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken und im Verbund der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt das Hereon mit dem Transfer der gewonnenen Expertise Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Joanna Staneva
Co-Vorsitzende von DITTO
Hereon-Institut für Küstensysteme – Analyse und Modellierung
Tel.: +49 (0)4152 87-1804
E-Mail: joanna.staneva@hereon.de
Weitere Informationen:
https://hereon.de/communication_media/news/121652/index.php.de
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