Weizenbaum-Institut startet Podcast zu digitaler Souveränität
Sechsteilige Reihe beleuchtet Abhängigkeiten, politische Gestaltungsspielräume und Wege zu mehr digitaler Handlungsfähigkeit
Digitale Souveränität entscheidet zunehmend darüber, wie Europa seine digitale Zukunft gestaltet. Doch was bedeutet der Begriff konkret? Wie entstehen digitale Abhängigkeiten – und welche Möglichkeiten gibt es, digitale Handlungsspielräume zurückzugewinnen? Diesen Fragen widmet sich die neue sechsteilige Podcast-Reihe „Ursprung, Idee und Gestaltung digitaler Souveränität“ des Weizenbaum-Instituts.
Host des Podcasts ist Sebastian Koth, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe „Reorganisation von Wissenspraktiken“ am Weizenbaum-Institut. Gemeinsam mit Expert:innen aus den Bereichen Internet-Governance, Internationale Beziehungen, Technologiekritik, Verwaltung und öffentliche Innovation beleuchtet er, wie digitale Souveränität entstanden ist, warum sie politisch relevant ist und welche Herausforderungen mit ihrer Umsetzung verbunden sind.
„Digitale Souveränität bedeutet nicht, unabhängig von allen anderen zu sein. Entscheidend ist, ob wir in der Lage sind, digitale Infrastrukturen nach eigenen gesellschaftlichen und politischen Zielen mitzugestalten“, sagt Sebastian Koth.
Die sechs Episoden führen von den Ursprüngen digitaler Souveränität bis zu aktuellen Fragen ihrer praktischen Umsetzung. Thematisch geht es um digitale Abhängigkeiten und digitalen Kolonialismus, um die Rolle digitaler Infrastrukturen in globalen Machtverhältnissen, um europäische Ansätze wie die EuroStack-Initiative sowie um die Frage, wie digitale Souveränität in der Verwaltungsdigitalisierung konkret gestaltet werden kann.
Damit macht die Podcast-Reihe deutlich: Digitale Souveränität ist keine rein technische Frage, sondern eine politische und gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe. Sie richtet sich an Forschende, politische Entscheidungsträger:innen, Verwaltungsakteur:innen sowie alle, die sich mit den gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung beschäftigen.
Über das Weizenbaum-Institut
Das 2017 gegründete Weizenbaum-Institut erforscht die Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. Seine Forschungsthemen reichen von Künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie über digitale Demokratie und Nachhaltigkeit bis zu Fragen von Sicherheit, Teilhabe und Gerechtigkeit im digitalen Wandel. Es trägt mit seinen Handlungsempfehlungen dazu bei, dass die digitale Transformation nachhaltig, selbstbestimmt und verantwortungsvoll gestaltet wird. Das Weizenbaum-Institut wird von einem Verbund aus sieben Partnern getragen, dem die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin, die Universität Potsdam, das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) angehören. Finanziert wird das Institut vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Land Berlin. Es hat seinen Standort in Berlin.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Sebastian Koth https://www.weizenbaum-institut.de/portrait/p/sebastian-koth/#page=1&tags=science_publications&sort=date
Weitere Informationen:
https://www.weizenbaum-institut.de/transfer/erklaeren-und-beraten/weizenbaum-podcasts/ursprung-idee-und-gestaltung-digitaler-souveraenitaet/ Weitere Informationen und alle Podcast-Folgen
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