Frankfurt School beruft Ulrich Bindseil zum Professor of Practice in Financial Infrastructure
• Der Zentralbank- und Finanzinfrastrukturexperte wechselt von der Technischen Universität Berlin an die Frankfurt School
• Ab 1. September verstärkt Ulrich Bindseil das Zentrum für Digitalwirtschaft sowie das Centre for Central Banking
Die Frankfurt School of Finance & Management hat Professor Ulrich Bindseil zum 1. September zum Professor of Practice in Financial Infrastructure berufen. Er wird dem Economics & Law Department angehören und das Zentrum für Digitalwirtschaft (C4DE) sowie das Centre for Central Banking verstärken. Ulrich Bindseil wechselt von der Technischen Universität Berlin an die Frankfurt School.
Mit seiner langjährigen Erfahrung im europäischen Zentralbankwesen und seiner umfassenden Expertise in den Bereichen Finanzmarktinfrastruktur, Zahlungsverkehr und monetäre Innovationen wird Ulrich Bindseil zu Forschung, Lehre und Wissenstransfer an der Frankfurt School beitragen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Zahlungs- und Marktinfrastrukturen, grenzüberschreitenden Zahlungen sowie neuen Formen des Geldes wie Stablecoins und digitalem Zentralbankgeld.
Professor Markus Reisinger, Leiter des Economics & Law Departments und Professor für Industrieökonomie und Mikroökonomie, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, dass Ulrich Bindseil an die Frankfurt School kommt. Mit seiner Expertise im Zentralbankwesen und seiner langjährigen Erfahrung in den Bereichen digitale Wirtschaft und Finanztechnologien passt er hervorragend zum Department und zur Frankfurt School insgesamt.“
Professor Co-Pierre Georg, Direktor des Zentrums für Digitalwirtschaft, sagt: „Wir erleben derzeit einen grundlegenden Wandel der zentralen Finanzmarktinfrastruktur, der durch neue Technologien wie Distributed Ledger ermöglicht wird. Daraus ergibt sich eine einmalige Gelegenheit, die Zukunft der Finanzmärkte aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns deshalb sehr, mit Ulrich Bindseil einen weltweit führenden Experten für die Frankfurt School und das Zentrum für Digitalwirtschaft gewonnen zu haben. Auch für die Studierenden unseres Master in Financial Technology ist seine Berufung eine außergewöhnliche Chance: Sie können künftig von einem der führenden Köpfe der europäischen Finanzmarktinfrastruktur lernen.“
Professor Emanuel Mönch, Co-Direktor des Centre for Central Banking, erklärt: „Ulrich Bindseil ist ein international anerkannter Experte in den Bereichen geldpolitische Umsetzung, Zahlungssysteme und Finanzinfrastrukturen. Mit seinem fundierten Fachwissen und seinem weitreichenden Netzwerk innerhalb der regulatorischen Community ergänzt er unsere Fakultät und das Centre for Central Banking in idealer Weise.“
Professor Ulrich Bindseil sagt: „Ich freue mich sehr darauf, Teil der Frankfurt School zu werden und zwei ihrer besonderen Stärken miteinander zu verbinden: Zentralbankwesen und digitale Wirtschaft. Nur wenige Institutionen sind so gut aufgestellt, um diese beiden Bereiche zusammenzuführen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem Finanztechnologien, die sich in anderen Anwendungsfeldern bereits bewährt haben, auch das Zentralbankwesen grundlegend verändern.“
Ulrich Bindseil
Vor seinem Wechsel an die Frankfurt School war Ulrich Bindseil Honorarprofessor an der Technischen Universität Berlin. Insgesamt war er 31 Jahre im Zentralbankwesen tätig: von 1994 bis 1997 bei der Deutschen Bundesbank, von 1997 bis 1998 beim Europäischen Währungsinstitut und von 1998 bis 2025 bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Bei der EZB leitete er von 2005 bis 2008 das Risikomanagement. Von 2012 bis 2019 war er Generaldirektor für Marktoperationen und von 2019 bis 2025 Generaldirektor für Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr. Darüber hinaus war er Mitglied mehrerer Ausschüsse der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), darunter das Committee on the Global Financial System (CGFS), das Markets Committee und das Committee on Payments and Market Infrastructures (CPMI).
Sein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf Zahlungs- und Marktinfrastrukturen, einschließlich grenzüberschreitender Zahlungen, sowie auf monetären Innovationen wie Stablecoins und digitalem Zentralbankgeld.
Ulrich Bindseil ist Autor zahlreicher Fachbücher. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Monetary Policy Implementation (Oxford University Press, 2004), Monetary Policy Operations and the Financial System (Oxford University Press, 2015), Central Banking before 1800 – A Rehabilitation (Oxford University Press, 2019), Introduction to Central Banking, gemeinsam mit Alessio Fotia (Springer, 2021), sowie Introduction to Payments and Market Infrastructures, gemeinsam mit George Pantelopoulos (Springer, 2023). Zusammen mit Richard Senner arbeitet er derzeit an dem Buch Monetary Sovereignty, das bei Cambridge University Press erscheinen wird.
Über die Frankfurt School of Finance & Management
Die Frankfurt School of Finance & Management ist eine private Business School, die von EQUIS, AMBA und AACSB akkreditiert ist. Sie ist auf Finanz-, Wirtschafts- und Management-Themen spezialisiert und bietet Bachelor-, Master-, MBA- und Promotionsprogramme an sowie Executive Education und Seminare für Berufstätige und Auszubildende. In renommierten Hochschul-Rankings erreicht die Frankfurt School regelmäßig Spitzenpositionen. Beispielsweise belegt sie im European Business School Ranking der Financial Times Platz 31, in den prestigeträchtigen UTD Top 100 Business School Research Rankings ist sie auf Platz eins in Deutschland, im Hochschulranking der WirtschaftsWoche für Betriebswirtschaftslehre belegt sie den dritten Platz. Ein zentrales Anliegen der Frankfurt School ist es, Unternehmertum und Startups zu fördern, insbesondere mit dem hauseigenen Entrepreneurship Centre und der Tochtergesellschaft Futury als Startup Factory für die Rhein-Main-Region. Darüber hinaus zeichnet sich die Frankfurt School durch ihre Beratungsleistungen aus. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Beratung von Unternehmen und Organisationen in Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere im Bereich ESG. Neben dem Frankfurter Campus unterhält die Frankfurt School Studienstandorte in Hamburg, München und Dubai. Mit rund 150 Partneruniversitäten ist sie eine weltweit vernetzte Business School. www.frankfurt-school.de
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