Presseeinladung: Richtfest für Europas größte Laborinfrastruktur für Transfer in der Grünen Chemie
TU Berlin feiert wichtigen Baufortschritt der Chemical Invention Factory am 4. September 2026 um 11 Uhr
Auf dem Campus Charlottenburg der Technischen Universität Berlin entsteht mit der „Chemical Invention Factory – John Warner Center“ ein europaweit einzigartiger Ort für den Transfer in der Grünen Chemie. Am Freitag, 4. September 2026, feiert die TU Berlin das Richtfest des Neubaus u.a. mit dem Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Dr. Henry Marx.
Für die TU Berlin stellt das Projekt darüber hinaus eine weitere zentrale Innovation dar: Die Chemical Invention Factory, kurz CIF, ist nach dem Elektronenmikroskopie-Gebäude TEM das zweite Gebäude, das die TU Berlin selbst errichtet hat. Rund 18 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung – sieben Millionen davon stammen aus dem SIWANA-Fonds des Landes Berlin. Die Bauarbeiten verlaufen im Zeit- und Kostenplan.
Nach ihrer Fertigstellung wird die Chemical Invention Factory, kurz CIF, Europas größte Laborinfrastruktur speziell für wissenschaftsbasierte Transfer- und Vorgründungsteams in der Grünen Chemie sein. Forscher*innen sollen hier künftig ihre Erkenntnisse unter praxisnahen Bedingungen weiterentwickeln, für konkrete Anwendungen validieren und den Schritt in die Gründung vorbereiten können.
Richtfest
Zeit: Freitag, 4. September 2026, 11 Uhr, Einlass beginnt um 10:30 Uhr
Ort: Chemical Invention Factory – John Warner Center for Start-ups in Green Chemistry
Adresse: TU Berlin, Campus Charlottenburg, Baustelle Marchstraße 18, 10587 Berlin
Das Richtfest findet im und am fertiggestellten Rohbau statt. Medienvertreter*innen haben dort Gelegenheit zu Foto- und Bewegtbildaufnahmen. Um 10:55 Uhr können vorab Fotoaufnahmen am Richtkranz angefertigt werden.
Programm
11:00 bis ca. 11:45 Uhr: Ansprachen durch
- Dr. Henry Marx, Staatsekretär für Wissenschaft und Forschung,
- Prof. Dr. Fatma Deniz, Präsidentin der TU Berlin,
- Prof. John Warner, Namensgeber,
- Prof. Xaver Egger, Architekt,
- und Holger Schöfisch, Niederlassungsleiter des Generalunternehmers Goldbeck.
Im Anschluss gibt es den Richtspruch und die Richtkrone wird hochgezogen.
Anmeldung
Medienvertreter*innen werden um Anmeldung bis zum 3. September um 18 Uhr gebeten unter: pressestelle@tu-berlin.de
Vom Forschungsergebnis zur praktischen Anwendung
Viele Innovationen der Grünen Chemie entstehen in wissenschaftlichen Laboren. Für ihre Weiterentwicklung fehlen Transfer- und Vorgründungsteams jedoch häufig geeignete Räume, spezialisierte Geräte und die Möglichkeit, ihre Verfahren außerhalb des klassischen Forschungsbetriebs zu erproben. Genau hier setzt die Chemical Invention Factory an.
Der Neubau wird moderne Labor-, Analyse- und Büroräume für Teams bereitstellen, die nachhaltige Materialien, Produktionsverfahren und chemische Prozesse entwickeln. Die CIF führt damit die Erfahrungen aus dem INKULAB fort. Das Pilotprojekt mit chemischen Laborcontainern auf dem Campus Charlottenburg hat früh gezeigt, wie groß der Bedarf an spezialisierter Infrastruktur für den Transfer in der Chemie ist und wie sehr die räumliche Nähe und enge Zusammenarbeit innovative Lösungsansätze weiter vorantreibt.
Die Fertigstellung der Chemical Invention Factory ist für 2027 vorgesehen. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Die TU Berlin finanziert davon etwa 13 Millionen Euro, das Land Berlin beteiligt sich mit rund sieben Millionen Euro.
Ein Ökosystem für Grüne Chemie
Die CIF ist Teil eines umfassenden Berliner Transferökosystems für Grüne Chemie. Darin arbeiten Universitäten, Forschende, Studierende, Start-ups, Unternehmen und weitere Partner*innen daran, die Chemie zukunftssicher, nachhaltiger und kreislauforientierter zu gestalten.
Die Chemical Invention Factory und das INKULAB stellen dafür die spezialisierte Laborinfrastruktur bereit. Die von der Berlin University Alliance gegründete innovate! lab gGmbH schafft in diesem Ökosystem einen unternehmerischen Rahmen, um wissenschaftliche Erkenntnisse der Grünen Chemie zügig in gesellschaftlich relevante Anwendungen zu überführen.
In der vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten greenCHEM T!Raum-Initiative entwickeln die TU Berlin, die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam neue Transferformate und qualifizieren Studierende und Forschende für den Weg von der Wissenschaft in die Anwendung.
So entsteht eine durchgängige Transferkette: von der Aktivierung und Qualifizierung wissenschaftlicher Talente über die Entwicklung neuer Transfer- und Gründungsmodelle bis zur technischen Validierung und Skalierung in spezialisierten Laboren. Mit dem Richtfest erreicht dieses Vorhaben nun einen wichtigen Meilenstein.
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Steffi Terp
Chief Communications Officer, Leitung der Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni, Pressesprecherin
E-Mail: steffi.terp@tu-berlin.de
Tel.: +49 (0)30 314-23922
Ähnliche Pressemitteilungen im idw