Colin Morgenthal ist erster Kanzler der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Der 42-jährige Jurist war bisher an der Universität Heidelberg tätig und wird ab 1. September 2026 der erste Kanzler der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.
Das Rektorat der DUV Speyer freut sich über die Wahl von Colin Morgenthal zum neuen Kanzler. Die Novelle des Landesgesetzes über die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer hatte im November 2025 den Weg frei gemacht für die Schaffung dieser Position, die es bislang an der Speyerer Universität nicht gab. Nach einem mehrstufigen und intensiven Auswahlverfahren, in das neben dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit auch die Bundesländer und der Bund als Träger der Universität involviert waren, hat der Senat der Universität den Juristen am 15. April 2026 für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. Morgenthal war seit 2016 Personaldezernent der Ruperto Carola im benachbarten Heidelberg.
Transformation managen
„Im Namen der Universität heiße ich Colin Morgenthal herzlich an der Universität Speyer willkommen“, so Rektorin Professorin Dr. Constanze Janda. „Es ist uns gelungen, mit ihm einen langjährig ausgewiesenen Experten im Hochschulmanagement zu gewinnen, der die vor uns liegenden anstehenden Aufgaben mit viel Elan anpacken wird. Als Personaldezernent der Universität Heidelberg hat er gezeigt, dass er die besonderen Herausforderungen von Transformationsprozessen managen kann. Für die DUV Speyer war er daher klar die erste Wahl. Unsere Zusammenarbeit mit Kanzler Morgenthal wird von gegenseitigem Vertrauen und von gemeinsamer Verantwortung für die Weiterentwicklung der DUV Speyer als der renommiertesten Stätte verwaltungswissenschaftlicher Forschung, Lehre und Weiterbildung in Deutschland“ geprägt sein.
Fokus auf Struktur & Strategie
Colin Morgenthal hat an seiner bisherigen Wirkungsstätte an maßgeblicher Stelle die Mammutaufgabe der bevorstehenden Fusion der medizinischen Fakultäten der Universität Heidelberg und Mannheim vorbereitet und dort wichtige Weichen für die weitere Ausformung eines der leistungsstärksten und international sichtbarsten Standorte für Spitzenforschung und Lehre gestellt. Er verantwortete zentrale Personal-, Haushalts-, Organisations- und Rechtsfragen und widmete sich in enger Zusammenarbeit mit dem Rektorat der strategischen Weiterentwicklung universitärer Verwaltungsstrukturen, in deren Fokus die Ausgestaltung serviceorientierter, transparenter und zunehmend digitalisierter Geschäftsprozesse steht.
Künftige Dreierspitze
„Wir freuen uns auf das künftige Zusammenwirken“, so Professor Dr. Ulrich Stelkens, Prorektor der Speyerer Universität. "Herr Morgenthal macht unsere vom neuen Gesetz vorgesehene dreiköpfige Leitungsspitze mit ihren verschiedenen aufeinander abgestimmten Aufgabenbereichen komplett. Als für den Verwaltungsbereich verantwortliches Mitglied des Rektorats ist der Kanzler in die strategischen Entscheidungsprozesse der Universität und deren Umsetzung eingebunden“.
Colin Morgenthal freut sich auf die neue Aufgabe an der DUV Speyer und den besonderen Reiz, den der Wechsel von einer der größten an eine der kleinsten Hochschulen in Deutschland mit sich bringt, und deren intraföderale Trägerstruktur auch besondere Herausforderungen z.B. im Haushaltsbereich in sich birgt. Die aktive und gestaltende Mitwirkung an der Weiterentwicklung der Speyerer Universität als exzellenten Wissenschaftsstandort mit großer wissenschaftlicher Strahlkraft und hoher gesellschaftlicher Relevanz sieht Morgenthal als sinnstiftende Herausforderung und als Chance sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Verwaltungsdigitalisierung, die an der Speyerer Universität einen besonderen Stellenwert innehat.
Zur Person
Colin Morgenthal wurde 1984 in Friedrichshafen am Bodensee geboren. In Konstanz studierte er von 2005 bis 2009 Rechtswissenschaften und legte seine beiden Staatsexamina 2009 und 2012 in Baden-Württemberg ab. Als Justiziar und Personalleiter der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt sammelte er 2013 bis 2020 wichtige Erfahrungen im Management der komplexen Schnittstellen zwischen Hochschulleitung, Wissenschaft und Verwaltung, bevor er 2020 das Personaldezernat der Universität Heidelberg übernahm. In dieser Funktion wirkte er u.a. 2025 an der Evaluation der Dienstleistungseinheit Personalwesen und Frauenförderung der Universität Wien mit.
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