RWI übernimmt weitere vier Jahre Verantwortung in der Gemeinschaftsdiagnose
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung wird in den kommenden vier Jahren weiterhin an der Gemeinschaftsdiagnose mitwirken. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat eine Entscheidung zur Ausschreibung der halbjährlich erscheinenden Konjunkturprognose getroffen und den Zuschlag erneut auch an das RWI in Essen vergeben.
Das RWI zählt zu den Gründungsmitgliedern der Gemeinschaftsdiagnose. Bereits im Jahr 1949 wurde es Mitglied der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute und war somit von Anfang an am gemeinsamen Konjunkturgutachten beteiligt. Seit der Neuausschreibung im Jahr 2007 ist es fester Bestandteil der heutigen Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose.
„Die erneute Berufung bestätigt die wissenschaftliche Qualität unserer Konjunkturforschung“, sagt RWI-Vizepräsident Thomas K. Bauer. „Sie ist zugleich Ansporn, unsere Prognosemodelle stets weiterzuentwickeln und in den kommenden vier Jahren weiterhin zu einer evidenzbasierten wirtschaftspolitischen Beratung in Deutschland beizutragen.“
„Gerade in Zeiten erhöhter wirtschaftlicher Unsicherheit sind fundierte und umfassende Analysen ein wesentlicher Baustein für wirtschaftspolitische Entscheidungen“, erklärt Torsten Schmidt, Konjunkturchef des RWI. „Die Gemeinschaftsdiagnose bündelt dafür die wissenschaftlichen Perspektiven und bringt somit höchste Forschungskompetenz ein. Eine neue Analyse wird die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose als Herbstgutachten am 24. September 2026 in Berlin vorlegen.“
Die Gemeinschaftsdiagnose analysiert und prognostiziert zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – die wirtschaftliche Lage in Deutschland und dient der Bundesregierung als Orientierung für ihre eigenen Projektionen sowie die Haushaltsplanung. Rechtlich handelt die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose als „unabhängige Einrichtung“ im Sinne des Vorausschätzungsgesetzes (EgVG) und überprüft die gesamtwirtschaftlichen Vorausschätzungen, die der Haushalts- und Finanzplanung des Bundes zugrunde liegen.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Torsten Schmidt, torsten.schmidt@rwi-essen.de, Tel.: (0201) 8149-287
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