Zukunftsfähige Sicherheit braucht Vielfalt: Defence.NRW vernetzt Frauen aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Mit Women Connect bringt Defence.NRW 40 Frauen aus Wirtschaft, Forschung und Politik bei der EUDEX in Essen zusammen. Weniger als 20 Prozent der Beschäftigten im europäischen Defence-, Aerospace- und Space-Sektor sind Frauen.¹ So sind Frauen etwa in Führungspositionen, in der Forschung und Entwicklung oder in Entscheidungsprozessen innerhalb der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) unterrepräsentiert. Die Gründe dafür sind vielschichtig und finden sich oftmals in strukturellen Hürden wie Diskriminierung, fehlende Vorbilder und mangelnder Zugang zu relevanten Netzwerken.
Genau hier setzt Women Connect von Defence.NRW an: Im Rahmen der EUDEX in Essen kamen 40 Frauen aus Unternehmen, Forschung und Politik zusammen, um sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und die Sichtbarkeit von Frauen in der Branche zu stärken.
„Für mehr Sicherheit braucht es nicht nur innovative Technologien, sondern auch starke Netzwerke. Frauen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie müssen gezielt gestärkt werden – und deswegen sind Veranstaltungen wie diese und Vereine wie die Women in International Security so wichtig. Als Land Nordrhein-Westfalen begrüßen und fördern wir solche Initiativen ausdrücklich.“, machte Dr. Kirsten Bender, Abteilungsleiterin Technologie und Wirtschaftsstandort im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, zur Eröffnung deutlich.
Auch Dr. Laura Schelenz von Defence.NRW (VDI Technologiezentrum GmbH) betonte: „Ein zukunftsfähiges Defence-Ökosystem braucht eine inklusive und intersektionale Perspektive. Wir müssen unterschiedliche Erfahrungen, Hintergründe und Fähigkeiten ebenso einbeziehen wie Unternehmen verschiedener Größen und mit unterschiedlichen Kompetenzen. Ein robustes Defence-Ökosystem lebt von Diversität.“
Dr. Christine Prokopf, Senior Beraterin bei der VDI Technologiezentrum GmbH und Mitglied im Women in International Security Deutschland e.V. macht deutlich, warum Netzwerke so wichtig sind: „Frauen bringen Kompetenzen und Perspektiven mit, die wir brauchen. Wenn wir uns vernetzen, können wir uns gegenseitig darin unterstützen, sichtbar zu werden und die Position von Frauen in Sicherheit und Verteidigung zu stärken.“
Auch Julia Jacob, Bürgermeisterin der Stadt Essen, findet klare Worte: „Die zentrale Frage unserer Zeit ist die der Sicherheit. Umso wichtiger ist es, wer am Tisch sitzt, wenn über Sicherheit und Verteidigung entschieden wird. Frauen sollten dabei nicht als Quote oder für ein Gruppenbild dabei sein, sondern weil ihre Perspektiven und Erfahrungen zu besseren Entscheidungen beitragen.“
Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Women Connect wurde von Defence.NRW organisiert und soll fester Bestandteil der Netzwerkarbeit werden. Ziel ist ein Format, in dem Frauen innerhalb der Branche sichtbarer werden, voneinander lernen und neue Netzwerke entstehen. Die Umsetzung von Women Connect wurde durch die Unterstützung engagierter Partner ermöglicht: Fsas Technologies GmbH, Rheinmetall GmbH, Siemens AG und Steep GmbH sowie der EURO DEFENCE EXPO (EUDEX) und Women in International Security Deutschland e.V.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Cluster Defence.NRW
Lino Schneider-Bertenburg
Telefon: +49 211 6214 934
E-Mail: defence.nrw@vdi.de
Weitere Informationen:
https://www.defence.nrw/
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