Aus der ZALF-Verwaltung in den Markt: Ausgründung UNAIT unterstützt beim verantwortungsvollen KI-Einsatz
Mit der UNAIT GmbH ist aus dem Leibniz-Zentrum ZALF ein Start-up hervorgegangen, das Organisationen bei der Umsetzung der EU-KI-Verordnung unterstützt. Die Idee entstand in der Verwaltung des ZALF – bei der Frage, wie sich KI im Forschungsalltag sicher und nachvollziehbar einsetzen lässt.
Künstliche Intelligenz ist in Forschung und Verwaltung längst Alltag. Mit der EU-KI-Verordnung müssen Einrichtungen jedoch wissen, welche KI-Anwendungen sie nutzen, wie diese einzustufen sind und welche Pflichten daraus folgen. Genau hier setzt die UNAIT GmbH an, die im Juli 2026 als Ausgründung aus der Verwaltung des ZALF gegründet wurde und am 1. Oktober 2026 mit ihrer Software an den Markt geht.
Gründer und Geschäftsführer ist Hendrik Schneider, der am ZALF seit Anfang 2025 als KI-Beauftragter tätig ist. Aus dieser Praxis heraus entwickelte er gemeinsam mit drei weiteren Mitgründern eine webbasierte Anwendung: Über einen geführten Fragebogen werden KI-Anwendungen erfasst, eine juristisch geprüfte Regellogik ordnet sie einer Risikoklasse nach EU-KI-Verordnung zu und zeigt die daraus folgenden Pflichten an. Über ein Dashboard behalten KI-Beauftragte den Überblick. Die Einstufung folgt festen, nachvollziehbaren Regeln; die Entscheidung bleibt beim Menschen. Das ZALF führt die Software als einer der ersten Pilotanwender ein. Eine große deutsche Universität wirkt in der Pilotphase mit.
„Dass aus unserer Verwaltung heraus ein Unternehmen entsteht, zeigt, wie viel Innovationskraft auch jenseits der Labore in einer Forschungseinrichtung steckt. Wir haben selbst erlebt, wie anspruchsvoll die Umsetzung der KI-Verordnung ist, und freuen uns, dass unsere Erfahrungen nun anderen Einrichtungen zugutekommen“, sagt Martin Jank, Administrativer Direktor des ZALF.
UNAIT wurde 2026 für den Brandenburger Businessplan-Wettbewerb sowie für den Leibniz-Gründerpreis 2026 nominiert. Neben der Software baut das Team einen Arbeitskreis für KI-Beauftragte auf, der dem Austausch zwischen Einrichtungen der öffentlichen Hand dient.
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Pauline Naterstad, transfer@zalf.de
Weitere Informationen:
https://www.unait.de
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