Prof. Dr. Ralf Schöppner wird neuer Rektor der Humanistischen Hochschule Berlin
Die Humanistische Hochschule Berlin geht nach ihrer erfolgreichen Gründungs- und Aufbauphase den nächsten Entwicklungsschritt: Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Prof. Dr. Ralf Schöppner das Amt des Rektors. Der bisherige Rektor Prof. Dr. Dr. h. c. Julian Nida-Rümelin bleibt der Hochschule weiterhin als Professor verbunden.
Berlin, 1. Oktober 2026 – Nach der erfolgreichen Gründungs- und Aufbauphase stellt die Humanistische Hochschule Berlin die Weichen für ihre weitere Entwicklung: Zum 1. Oktober 2026 übernimmt Prof. Dr. Ralf Schöppner das Amt des Rektors. Der aktuelle Prorektor Lehre und Professor für Theorie und Geschichte des Humanismus hat den Aufbau und die Profilbildung der Hochschule von Beginn an maßgeblich mitgestaltet.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 hat sich die Humanistische Hochschule Berlin erfolgreich etabliert. Zum Start des Wintersemesters 2026/27 wächst die Zahl der Studierenden auf rund 250 Studierende. Mit dem Wechsel im Rektorat beginnt die nächste Entwicklungsphase der Hochschule: die Weiterentwicklung ihres erfolgreichen Studienangebots, der Ausbau von Forschung und Weiterbildung sowie die stärkere gesellschaftliche Präsenz humanistischer Perspektiven.
„Die Humanistische Hochschule Berlin wurde mit dem Anspruch gegründet, wissenschaftliche Qualität und humanistische Orientierung zusammenzuführen. Als Gründungsrektor wollte ich zum Gelingen dieses Projekts als erster humanistischen Hochschule einen Beitrag leisten. Die Hochschule blickt auf eine erfolgreiche Aufbauarbeit in den vergangenen vier Jahren zurück. Ralf Schöppner hat diesen Weg schon vor der eigentlichen Gründung mitgestaltet und war als Prorektor Lehre dabei eine ganz wesentliche Stütze. Ich freue mich, dass die Träger der Hochschule meinem Vorschlag gefolgt sind und Ralf Schöppner nun am 1. Oktober als Rektor die weitere Entwicklung der Hochschule gestalten wird. Ich bin überzeugt, dass er die Hochschule mit Kompetenz, Weitblick und einem klaren Verständnis ihres besonderen Profils in eine gute Zukunft führen wird. Ich werde – zumindest für die nächsten zwei Jahre – als Professor für Philosophie und politische Theorie an der Hochschule weiter lehren“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Julian Nida-Rümelin, Gründungsrektor und Staatsminister a. D.
„Die Gründung der Humanistischen Hochschule Berlin war eine außergewöhnliche Teamleistung. Sie ist mit ihrem humanistischen Profil einzigartig in der Hochschullandschaft Deutschlands. Ihre Weiterentwicklung wird ebenfalls eine gemeinsame Aufgabe sein“, sagt Prof. Dr. Ralf Schöppner. „Unsere Hochschule lebt von Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Perspektiven, die gemeinsam an einer humanistischen Bildung für die Herausforderungen unserer Zeit arbeiten.“
Für die kommenden Jahre sieht der neue Rektor die weitere Profilierung des humanistischen Hochschulmodells als zentrale Aufgabe. Die Humanistische Hochschule Berlin werde wissenschaftliche Fachlichkeit und berufspraktische Qualifizierung weiterhin mit Persönlichkeitsbildung und humanistischen Kompetenzen wie Reflexionsfähigkeit, ethischer Urteilsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Gemeinsinn verbinden.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung humanistisch inspirierter Fach- und Führungskräfte für pädagogische, soziale, psychologische, ethische und kommunikative Berufsfelder. Darüber hinaus soll die Entwicklung genuin humanistischer Berufsbilder, etwa in der humanistischen Lebensbegleitung, Beratung, Seelsorge und Feierkultur, weiter vorangetrieben werden.
Auch die ethischen Herausforderungen der Digitalisierung sollen künftig eine noch stärkere Rolle spielen. Insbesondere Fragen rund um Künstliche Intelligenz, digitale Verantwortung und gesellschaftliche Regulierung will die Hochschule verstärkt in Studium, Forschung und Weiterbildung aufgreifen.
Trotz seiner neuen Leitungsaufgabe wird Prof. Dr. Ralf Schöppner weiterhin in allen Studiengängen lehren. „Der direkte Austausch mit unseren Studierenden bleibt für mich unverzichtbar. Gute Hochschulentwicklung entsteht in der Nähe zu den Menschen, für die wir Bildung gestalten.“
Zur Person
Prof. Dr. Ralf Schöppner ist Professor für Theorie und Geschichte des Humanismus an der Humanistischen Hochschule Berlin. Er lehrt und forscht studiengangsübergreifend in den Bereichen Angewandte Ethik, Humanistische Lebenskunde und Soziale Arbeit. Er ist Präsident der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg. Von 2021 bis 2026 war er Vorstandsvorsitzender des Bertha von Suttner-Studienwerks und von 2014 bis 2024 Geschäftsführer der Humanistischen Akademien Deutschland und Berlin-Brandenburg. Seit 2026 gibt er die Schriftenreihe der Humanistischen Hochschule Berlin im Verlag De Gruyter heraus.
Über die Humanistische Hochschule Berlin
Die Humanistische Hochschule Berlin ist eine staatlich anerkannte Hochschule und Anstalt des öffentlichen Rechts mit einem deutschlandweit einzigartigen humanistischen Profil. Sie wurde 2022 gegründet und startete zum Wintersemester 2023/24 erstmalig ihren Hochschulbetrieb.
Ihr Studienangebot umfasst die Bachelorstudiengänge Soziale Arbeit (Vollzeit und dual) sowie die berufsbegleitenden Masterstudiengänge Humanistische Lebenskunde, Angewandte Ethik und Angewandte Ethik – Schwerpunkt Digitale Ethik. Ergänzt wird das Portfolio durch vielfältige Weiterbildungsangebote für unterschiedliche Berufs- und Lebensphasen.
Die Humanistische Hochschule Berlin bildet Menschen aus, humanistische Werte in Gesellschaft, berufliche Praxis und Forschung einzubringen. Leitend ist dabei die Frage: Wie geht ein möglichst gutes Leben für alle?
Pressekontakt
Miriam Pirolo
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