„Ich, verbesserlich?“ – Wissenschaft, Film und Kunst rund um das Thema Gesundheit
Vom 28. Oktober bis 1. November 2026 lädt das 9. SILBERSALZ Science & Media Festival zu knapp 100 Programmpunkten an 15 Festivalorten in Halle (Saale) ein. Unter dem Motto „Ich, verbesserlich?“ geht es um Gesundheit in all ihren Facetten – von Medizintechnik und medizinischem Fortschritt über Frauengesundheit und mentale Gesundheit bis hin zu Fitness, Ernährung und Prävention. Filme, Gesprächsformate, interaktive Ausstellungen und Events machen Forschung erlebbar und schaffen Raum für Begegnungen.
„Es gab wohl selten einen wichtigeren Moment für die Wissensvermittlung als heute. Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, Diskurse mit Fakten und verlässlichen Informationen zu stärken und Menschen zum eigenen Denken und Hinterfragen zu ermutigen. SILBERSALZ schafft dafür eine einzigartige Plattform: Wir bringen Wissen aus aller Welt nach Halle – und von hier aus nach ganz Deutschland. Wir schaffen einen Raum, in dem Menschen zusammenkommen, diskutieren und voneinander lernen – gerade, weil sie unterschiedliche Perspektiven mitbringen.“
Donata von Perfall, Leiterin des SILBERSALZ Science & Media Festivals
Hauptförderer ist die Staatskanzlei und das Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert zahlreiche Angebote im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft. Die Höhepunkte des Programms stellten heute im Stadthaus Halle (Saale) Donata von Perfall, Geschäftsführerin von Documentary Campus und Leiterin des SILBERSALZ Festivals, Dr. Henrike Franz von der Staatskanzlei und dem Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Alexander Vogt,
Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) und Schirmherr des Festivals, sowie Christina Herßebroick vom MDR vor.
„Ich freue mich, dass die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur auch in diesem Jahr das SILBERSALZ Science & Media Festival mit der Grundfinanzierung unterstützen kann. Für den Film- und Medienstandort ist das Festival ein wichtiger Ort der Vernetzung. Als Konferenz für internationale Akteure der Wissenschaft und Film- und Medienbranche, sorgt SILBERSALZ auch für Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus. Das Filmprogramm zum Thema Medizin der Zukunft ist in diesem Jahr sehr vielfältig und wird durch die VR-Ausstellungen hervorragend ergänzt. Ich bin gespannt auf das diesjährige Programm und freue mich auf die Eröffnung am 28. Oktober.“
Dr. Henrike Franz, Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-
Anhalt
Festivaleröffnung mit Lawrence Malstaf:
Das SILBERSALZ Festival wird am 28. Oktober um 18:30 Uhr in der Ulrichskirche mit zwei Performances von „SHRINK 01995“ des belgischen Künstlers Lawrence Malstaf eröffnet. Menschen werden zwischen transparenten Folien fixiert und scheinen im Raum zu schweben. Die Arbeit wirft Fragen nach Körperwahrnehmung, Verletzlichkeit und Widerstandskraft auf. Malstaf ist persönlich in Halle und bereitet zehn Hallenser*innen in einem Workshop auf ihre Mitwirkung vor. Weitere Performances finden am 29. und 30. Oktober statt. Die Festivaleröffnung wird von der Lotto-Stiftung Sachsen-Anhalt ermöglicht, die sich auch für die Gesprächsformate der Festivalsektion SILBERSALZ Spricht engagiert.
„Die Stadt Halle (Saale) und das Festival sind längst zwei fest miteinander verwobene Partner. SILBERSALZ hat ein Zuhause – die Menschen wissen, wo sie dieses Festival verorten müssen: in Halle (Saale). Das Festival nutzt eine Vielzahl von Orten in der Stadt und ist damit in Halle breit verankert. Zudem ist es uns gelungen, zentrale Orte in Halle mit neuen Gedanken zu verbinden. Erinnert sei an das Kaufhof-Gebäude, das mehrmals Zentrum des Festivals war. Auf diese Weise verbinden wir wissenschaftliche Fragen mit Fragen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels. Klar ist: Das Festival stärkt Halles Ruf als Wissenschafts- und Forschungsstandort. Und als solcher sind wir heute Anlaufpunkt für hochqualifizierte Fachkräfte aus der GANZEN WELT. Das gilt unabhängig von politischen Großwetterlagen. Unsere Partnerschaft steigert die überregionale Attraktivität der Stadt Halle (Saale).“
Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) und Schirmherr des
Festivals
Neues Festivalzentrum und Ausstellungen zum Mitmachen:
Das ehemalige Xenos-Gebäude in der Großen Ulrichstraße 13–15 wird zum neuen Festivalzentrum. Hier erwarten Besucher*innen eine Ausstellung, ein Kurzfilm-Club sowie Partnerstände, unter anderem von der ARD, dem ZDF und Deutschlandradio. Im von der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) präsentierten XR Empathy Village eröffnen virtuelle und interaktive Arbeiten Perspektiven auf andere Wahrnehmungen und Lebenssituationen.
Mit dem BMFTR-geförderten Projekt FUTURE GYM wird die Idee eines Fitnessstudios auf überraschende Weise erweitert. Neben VR-Installationen im XR Empathy Village gehören drei weitere Arbeiten zum Parcours: Im Schaufenster des Neuen Theaters in der Großen Ulrichstraße 51 verbindet Nelly-Eve Rajotte in ihrer audiovisuellen Installation „Matter“ Aufnahmen eines Operationsroboters mit KI-generierten Bildern und 3D-Animationen. In der Großen Ulrichstraße 38 wird bei der von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt ermöglichten Klanginstallation „ANIMAL [a listening gym]“ der Künstlerin Ash Fure Bewegung zu Klang. „We are Gym“ von der Muthesius Kunsthochschule eröffnet in der Händelhalle mit ungewöhnlichen Fitnessgeräten humorvolle Perspektiven auf Körperwahrnehmung. Die vier Orte sind fußläufig miteinander verbunden; das nt-Café gegenüber dem Festivalzentrum lädt als Festivalcafé zu einer Pause ein.
Highlightgäste aus Wissenschaft und Medien:
Bei SILBERSALZ Spricht treffen Besucher*innen auf prominente Gäste: Prof. Dr. Karl Lauterbach, ehemaliger Bundesgesundheitsminister, und ME/CFS-Forscherin Prof. Dr. med. Carmen Scheibenbogen diskutieren am 30. Oktober um 16:30 Uhr in der Leopoldina über Forschung und Versorgung bei ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom). Das in Kooperation mit dem ZDF veranstaltete Panel „Endlich gesehen? Hoffnung für ME/CFS-Betroffene“ moderiert Eric Mayer.
Klimaforscher Prof. Dr. Johan Rockström beleuchtet die Verbindung von Umwelt und Gesundheit, Psychologin Prof. Dr. Eva Asselmann spricht über Leistungsdruck und Perfektionismus.
Bei der von der VolkswagenStiftung geförderten Showdebatte „Mensch oder KI – wer heilt besser?“ diskutieren Dr. Alina Bazarova, Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof, Dr. Sarah Straub, Prof. Dr. Kristian Kersting und Prof. Dr. Bertolt Meyer in der Leopoldina mit dem Publikum.
Sechs Live-Podcasts zum Miterleben:
Beim ARD Podcast-Tag am 29. Oktober im Dom zu Halle begegnet das Publikum Karsten Möbius aus „Die Großen Fragen in 10 Minuten“ vom MDR, Lisa-Sophie Scheurell aus „Die Frage“ vom BR und „Quarks Daily“-Host Sebastian Sonntag vom WDR. Hinzu kommen „Hörsaal: Lange gut leben - Was ist dran am Longevity-Hype?“ und „Über Schlafen: Über-optimiert? Der Mythos vom perfekten Schlaf“ von Deutschlandfunk Nova sowie „Digital Public Health“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres. Insgesamt sechs Live-Aufzeichnungen machen aus dem individuellen Hören ein gemeinsames Erlebnis.
„Die ARD steht für hochwertige Wissensangebote, die gesellschaftlich relevante Themen verständlich und nahbar vermitteln. Damit passt sie hervorragend zu einem publikumsnahen Festival wie SILBERSALZ. Beim ARD Podcast-Tag diskutieren wir unter anderem die Chancen und Herausforderungen einer gendergerechten Medizin im Podcast vom MDR. Darüber hinaus begegnen Besucherinnen und Besucher dem Thema Gesundheit in Filmpremieren, Publikumsdialogen und im Festivalzentrum, wo ARD, ZDF und Deutschlandfunk gemeinsam aktuelle Wissensthemen präsentieren, darunter auch Angebote der ARD Wissensmarke Quarks.“
Christina Herßebroick, Stellvertretende MDR-Programmdirektorin | Leiterin Hauptredaktion Gesellschaft und HA Kultur und Jugend
Filme und Begegnungen im Kino:
Mit 24 Film- und Serienangeboten sowie fünf Kurzfilmprogrammen eröffnet SILBERSALZ vielfältige Perspektiven auf Wissenschaft und Gesundheit. Im Anschluss an viele Vorführungen finden Gespräche mit Filmschaffenden und Expert*innen statt.
Das mit zwei Silbernen Bären bei der Berlinale 2026 ausgezeichnete intime Familiendrama „Queen At Sea“ von Lance Hammer mit Juliette Binoche, Tom Courtenay und Anna Calder-Marshall behandelt Demenz, Würde und Selbstbestimmung; zum Filmgespräch kommt Neuropsychologin Dr. Sarah Straub.
Über Nähe zu künstlicher Intelligenz diskutieren nach „Finding Connection“ Regisseur Florian Karner, Technologiesoziologin Dr. Tanja Kubes und Journalist Christoph Koch.
Gemeinsam entdecken und ausprobieren:
Eric Mayer, bekannt aus „PUR+“, und Ralph Caspers von „Quarks“ laden zum Experimentieren, Rätseln und Fragenstellen ein. „Papayas große Reise“ der brasilianischen Filmemacherin Priscilla Kellen und zwei Kurzfilmprogramme bieten Kino für Kinder und Familien; eigene Workshops richten sich an Jugendliche.
Beim von science2public kuratierten Wissenschaftsmarkt im Salinemuseum vom 30. Oktober bis 1. November präsentieren rund 30 Unternehmen und Organisationen aus Mitteldeutschland ihre Projekte. Karriereangebote, interaktive Stationen und Workshops laden zum Austausch und Mitmachen ein. Das Zukunftszentrum ist mit dem Escape Game „Rita ist tot“ vertreten.
Thematische Führungen und ein Stempelpfad, der zusätzlich zum Erkunden mehrerer Festivalorte einladen soll, verbinden den Festivalbesuch mit neuen Entdeckungen in Halle.
Programm und Tickets:
Das Publikumsprogramm ist grundsätzlich kostenfrei; für einzelne Führungen gelten abweichende Bedingungen. Das gesamte Programm ist unter https://www.silbersalz-festival.com/de einsehbar, wo auch bereits kostenfreie Reservierungen für die Veranstaltungen vorgenommen werden können. Es wird eine frühzeitige Reservierung empfohlen.
Das ist das SILBERSALZ Science & Media Festival:
Wissenschaftskommunikation anschaulich und unterhaltsam zu gestalten und dabei auf Augenhöhe mit dem Publikum zu agieren, ist der Kern des SILBERSALZ Science & Media Festivals. Das von Documentary Campus initiierte Festival richtet sich an Menschen aller Altersklassen und macht aktuelle Forschung durch Film, Kunst, Gespräche und direkte Interaktion erleb- und verstehbar. Ermöglicht wird es insbesondere durch die Hauptförderung der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt sowie durch zahlreiche Förderer und Partner, darunter die Stadt Halle (Saale). Das BMFTR fördert Angebote im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft. Mit DCampus Exchange Halle am 28. und 29. Oktober in der Händelhalle bietet das Festival zudem ein Industry-Programm für den Austausch zwischen Wissenschaft und Medien.
Presse- und Bildmaterial finden Sie im Pressebereich des Festivals:
https://drive.google.com/drive/folders/11mnLA9Snk6-yR2MZFpnfC1OPCwxuwlqR
Informationen zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft: https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/
Pressematerial zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft: https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/presse
Pressekontakt Silbersalz
Dr. Ulf Lepelmeier, Head of Communication
SILBERSALZ Science & Media Festival / Documentary Campus gGmbH
+49 151 22326792
u.lepelmeier@silbersalz-festival.com
Pressekontakt Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Kathrin Legermann | Cornelius Beutling
Pressebüro Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Potsdamer Straße 87 | 10785 Berlin
Tel.: +49 228 9957-2442
presse@wissenschaftsjahr.de
Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre.
Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media-Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.
Weitere Informationen:
https://drive.google.com/drive/folders/11mnLA9Snk6-yR2MZFpnfC1OPCwxuwlqR Pressebereich des Festivals
https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/ Informationen zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
https://www.wissenschaftsjahr.de/2026/presse Pressematerial zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Ähnliche Pressemitteilungen im idw