Verhandlungen zum EU-Finanzrahmen 2028–2034: Priorität für Forschung, Innovation und Bildungsmobilität setzen
Pressemitteilung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen verfolgt die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2028 bis 2034 mit Sorge. In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert der Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland pauschale Kürzungsforderungen und die fehlende Priorisierung von Forschung, Innovation und Bildungsmobilität in der langfristigen EU-Haushaltsplanung.
Dazu erklärt Prof. Dr. Walter Rosenthal, Sprecher der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, heute in Berlin:
„Ein verantwortungsvoll gestalteter Haushaltsrahmen für die EU muss in Zeiten insgesamt knapper werdender Finanzmittel gezielt da Investitionen vorsehen, wo Europa gemeinsam mehr erreichen kann als die einzelnen Mitgliedsstaaten. Dazu gehören unbedingt Forschung, Innovation und Bildungsmobilität. Denn diese verbinden und fördern Talente, Kompetenzen und Wissen über Grenzen hinweg. Das eröffnet für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft neue Chancen. Und Forschung, Innovation und Bildungsmobilität tragen in besonderer Weise dazu bei, das politische Ziel einer wettbewerbsfähigen und resilienten EU zu verwirklichen. Die laufenden Budgetverhandlungen müssen daher mit einem klaren Bekenntnis zu Zukunftsinvestitionen verbunden sein. Das ist auch ausdrücklich im Interesse Deutschlands.“
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss der bedeutendsten Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftspolitik. Die Hochschulrektorenkonferenz ist Mitglied der Allianz und hat für 2026 die Sprecherrolle übernommen. Weitere Mitglieder sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.
Weitere Informationen:
https://www.allianz-der-wissenschaftsorganisationen.de/themen-stellungnahmen/verhandlungen-zum-eu-finanzrahmen-2028-2034-prioritaet-fuer-forschung-innovation-und-bildungsmobilitaet-setzen/ Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen
Ähnliche Pressemitteilungen im idw